Junge Ideen für den Bezirk

Der „Toboggan“ überragt den ganzen Platz. Der sieben Meter hohe Spielturm im Allerheiligenpark war ein Wunsch der Jugendlichen des 20. Bezirks. Vor zwei Jahren wurde er von Bezirksvorsteher Hannes Derfler eröffnet und ist seither das „Wahrzeichen“ des Parks. Jetzt kommen noch zwei Basketballkörbe, neue Türen für den Ballspielkäfig und eine moderne Trennwand mit Sitzmöglichkeiten dazu. Hinter den Ideen zur Neugestaltung des Parks stecken SchülerInnen aus dem Bezirk und das Demokratie-Projekt „word up!“ Seit 2003 gibt es in der Brigittenau das Jugendparlament „word up!“. Dort können junge Menschen ihre Anliegen aktiv einbringen und die Politik in ihrem Bezirk mitgestalten. So wie Saliha und Dario. Die beiden sind zwei von rund 500 SchülerInnen der achten Schulstufe, die Teil des Projekts sind. „Es freut uns, dass wir Platz für unsere Ideen bekommen“, sagt Dario. Saliha erklärt: „Wir verbringen sehr viel Zeit im Park. Deshalb ist es uns wichtig, dass unsere Ideen gehört werden.“ „Mit ,word up!‘ konnten wir das Interesse der Jugendlichen an der Politik wecken“, freut sich Bezirksvorsteher Derfler.

„word up!“ – mitreden und Einfluss nehmen. In Workshops zu Beginn des Schuljahres erarbeiten die Jugendlichen ihre Anliegen. Die Delegierten der Schulen präsentieren abschließend dem Bezirksvorsteher diese Schwerpunkte und diskutieren die mögliche Umsetzung. Die Vorschläge reichen von Wünschen zur Parkgestaltung (Hänge matten, Liegebänke, Skate-Rampen) bis zum Ruf nach einer Verbesserung der Beleuchtung bei den Ballspielkäfigen. Auch Themen wie eine Parkaufsicht für mehr Sicherheit sowie zusätzliche Schutzwege und Tempobremsen werden besprochen. Bis zum Ende des Schuljahres werden die im Rahmen des Budgets umsetz – baren Pläne verwirklicht.

„word up!“ wird von der Bezirksvertretung Brigittenau finanziert und von der Jugendarbeit (Base 20 und BackBone 20) durchgeführt. Das Projekt war für den Österreichischen Integrationspreis 2011 nominiert.

„Das Engagement der Schülerinnen und Schüler ist groß, weil sie sehen, dass ihre Anliegen gehört und ernst genommen werden.“
Veronika Bei, Projektleiterin „word up!“

Autor: Michael Krause

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