Jugendliche und Drogen Gratwandern zwischen der Suche nach Neuem und der Gefahr ein „echtes“ Problem zu bekommen

Dominik sitzt da, heute ist Samstag. Es ist fad. Am Abend wird er Fritz treffen, einfach so. Er geht mit ihm in die Schule und hat immer was mit dabei. „Ob ich diesmal widerstehen kann, kann ich jetzt noch nicht wissen.“

Drogen bauen Hemmschwellen ab: „Alles geht ein bisserl leichter.“ Drogen lassen einen aus dem Schulalltag ausbrechen: „Ich wollte weg vom Druck.“ So schauen Erklärungen von Jugendlichen aus, die über ihre Erfahrungen berichten: Drogen sind verlockend und erleichtern vieles.

Sucht hat etwas mit Suche zu tun. >Jung sein< heißt auch Erfahrungen zu sammeln, die nicht von den Eltern vorgegeben wurden. Und diese Suche gibt jungen Menschen erstmals das Gefühl selbstständig und unabhängig zu sein, bzw. die Möglichkeit ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Heutzutage kommt man als Jugendlicher kaum mehr um das Thema herum. Man redet mit Freunden oder in der Schule darüber. Auch in den Medien sind Drogen ein Dauerbrenner: Drogen sind gefährlich, bedeuten Risiko, haben etwas mit Leiden und Tod zu tun. Lebensthemen, die gerade im jugendlichen Alter interessant sein können. Ein Arzt, der mit Suchtkranken arbeitet, beschreibt mir in diesem Zusammenhang folgendes Bild: In der Gesellschaft fährt ein Zug im Kreis. Dieser ist mit Drogen gefüllt, es ist verlockend einfach aufzuspringen. Jugendliche können den im Kreis fahrenden Zug kaum übersehen, er kommt ja laufend vorbei. Einige steigen ein, verlassen den Zug jedoch nach gemachter Erfahrung wieder. Andere wiederum schaffen den Ausstieg nur mit Hilfe von außen (Eltern, Freunde, PsychologInnen etc.) Je länger man mitfährt, desto gefährlicher wird die Situation, desto wahrscheinlicher wird es sich in seiner Sucht zu verlieren und ein Problem zu bekommen.

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