Jugendliche und Bewegung

Umso wichtiger ist daher, um die „Gefahrenquellen“ Bescheid zu wissen, die durchaus aktive Kinder im Jugendalter zu „sportlichen Aussteigern“ werden lassen. Zu diesem Zweck bietet sich ein kleiner Ausflug in die Entwicklungspsychologie, genauer in die Welt der Pubertierenden, an.

„Pubertät ist, wenn die Eltern schwierig werden.“ Diese Aussage eines 13-Jährigen spiegelt treffend diese Lebensphase aus der Sicht der Betroffenen wider.

Das Wesen der Pubertät besteht zunächst in der Abgrenzung von Bestehendem. Erst die bewusste Distanzierung von der Welt der Erwachsenen gestattet den Jugendlichen eine Loslösung, um dann zur Eigenständigkeit und zu einer eigenen Identität zu gelangen. Damit stoßen sie bei ihren Eltern meist auf Unverständnis und Widerstand, weshalb diese von der Seite der Jugendlichen als „nervig, engstirnig, von gestern und vorgestern“, vielleicht auch „jenseits von Gut und Böse“ erlebt werden.

Diese entwicklungsmäßigen Veränderungen bleiben freilich nicht ohne Auswirkung auf das (Sport)-Treiben der Kids. Sie äußern sich vielfach durch eine ablehnende Grundhaltung dem Sport gegenüber, weiters dadurch, dass der Meinung des Freundeskreises eine entschieden höhere Bedeutung zugemessen wird, als jener der Eltern, in einer allgemeinen Antriebsschwäche und einem Verzicht auf Disziplin.

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