Jugend, Sport & Alkohol

Im Vergleich dazu sehen die Statistiken bei Zigaretten anders aus. Hier liegen die Konsumraten der Sportvereinsjugendlichen deutlich niedriger. Offensichtlich befürchten die Vereinsmitglieder Einbußen ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit durch Nikotin. In beiden Punkten gibt es große sportartenspezifische Unterschiede. So ging etwa in der Untersuchung hervor, dass gewisse Mannschaftssportarten in punkto Alkohol- und Nikotinkonsum Spitzenreiter sind.

Wenn man den Alkoholkonsum in Zusammenhang mit Jugendlichen und Sport anspricht, ist es nicht ausreichend, sich nur mit den Sportler/innen selbst zu beschäftigen. Man muss auch die Situation der Zuschauer, Eltern, Trainer/innen und Funktionär/innen beleuchten. Dies umso mehr, wenn man sich die Zahlen verdeutlicht, bei denen sich eine Mehrheit gegen jeglichen Alkoholkonsum bei folgenden Tätigkeiten ausspricht. Dabei rangiert das aktive Sporttreiben mit (69%) hinter dem Lenken eines Kraftfahrzeugs (72%) und noch vor der Arbeit (64%) an zweiter Stelle. Die Ablehnung von Alkohol im Zusammenhang mit Sport bezieht sich allerdings nur auf die aktive Sportausübung. Der Anteil jener, die Alkoholkonsum bei einer Sportveranstaltung als Zuschauer unangemessen finden, beträgt nämlich nur 39 %. Umgekehrt bedeutet das, dass 61% der Befragten Sport und Alkohol gemeinsam konsumieren.

Das Wort Alkohol ist arabischen Ursprungs und bedeutet so viel wie „das Feinste“. Er wird seit Menschengedenken als Nahrungs-, Heil-, Genuss- und Rauschmittel gebraucht. Bier, Wein und gebrannte Wasser in Mitteleuropa oder vergorene Stutenmilch und Kaktusschnaps anderswo waren und sind Kultur- und Konsumgüter von symbolischer und ökonomischer Bedeutung.

Alkohol entsteht durch Vergärung oder Destillation und hat einen charakteristischen Geschmack, der außer in Alkopops* in jedem alkoholischen Getränk wahrnehmbar ist. Durch den natürlichen Vorgang der Vergärung kann ein maximaler Alkoholgehalt von 18 Volumprozent (% Vol.) erreicht werden. Um Getränke mit einem höheren Alkoholgehalt zu erhalten, wird der gewonnene Alkohol mittels Destillation („Brennen“) konzentriert (bis zu 80% Vol. bei Spirituosen).

Die wirksame Substanz in alkoholischen Getränken ist Ethanol. Ältere Nomenklaturen verwendeten die Bezeichnungen Äthanol, Äthylalkohol oder Ethylalkohol. Weiters werden auch die Namen Reinalkohol und Weingeist verwendet.

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