Jetzt einmal abtauchen!

Die Sonne scheint und die Temperaturen kratzen immer wieder an der 30-Grad-Marke. Was gibt es dann Schöneres, als ins Freibad oder an den See zu gehen? Zum Planschen oder Training. Schwimmen macht nicht nur Spaß, sondern hat auch jede Menge positive Auswirkungen auf Körper und Seele.

Schwimmen ist ein perfektes Ganzkörper-Workout – freuen Sie sich auf diese Ergebnisse:

 
• Herz-Kreislauf-Training: Durch den Druck auf die oberflächlichen Blutgefäße kommt es zu einer vermehrten Blutzufuhr zum Herzen. Bei regelmäßigem Üben vergrößert sich nach und nach das Herzvolumen, die Herzfrequenz sinkt und der Körper wird leistungsfähiger. 

• Schwimmen hilft beim Abnehmen! Der Energieverbrauch ist höher, als viele denken. Durch den Auftrieb im Wasser werden die Gelenke geschont, daher dürfen auch stark Übergewichtige und Menschen mit Gelenkproblemen trainieren. Bei einer Stunde Brustschwimmen verbrennt man rund 500 Kilokalorien. Wer ebenso lange und zügig krault, setzt sogar 800 um. Durch die zusätzlich aufgebaute Muskelmasse wird auf Dauer der Grundumsatz (Kalorienverbrauch in Ruhe) erhöht und der Fettstoffwechsel angekurbelt. Die Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining beim Schwimmen lässt die Kilos übrigens schneller purzeln als bei so manch anderer Sportart. 

• Machen Sie noch in diesem Sommer eine „bella figura“: Ganzkörpermassage ganz ohne Masseur – das funktioniert! Der natürliche Wasserdruck und -widerstand „massiert“ das Gewebe, wirkt Wasseransammlungen (Ödemen) entgegen und strafft die Haut. 

• Schonender Muskelaufbau: Schwimmen kräftigt die Muskulatur des gesamten Bewegungsapparats, und zwar nicht nur die großen, sondern auch die kleinen tieferliegenden – ohne Gelenke, Bänder und Sehnen übermäßig zu belasten. Das Wasser trägt einen Großteil des Körpergewichts, man wiegt nur noch zehn Prozent seines Eigengewichts. Durch langsamen Muskelaufbau wird der Körper stabilisiert, was Fehlhaltungen sowie damit verbundenen Verspannungen und Schmerzen vorbeugt. 

• Stressprophylaxe: Die gefühlte Schwerelosigkeit und gleichförmige Bewegung machen den Kopf frei und wirken beinahe meditativ. Dadurch wird Stress reduziert. 

Aber Achtung – Menschen über 35 Jahre, die länger nicht mehr sportlich aktiv waren, und solche mit Vorerkrankungen sollten sich vor Beginn einer neuen Sportart zuerst von einem Arzt durchchecken lassen.

DAVOR UND DANACH – DARAUF SOLLTEN HOBBYWASSERSPORTLER ACHTEN
• Vor dem Schwimmen sollte man sich auf keinen Fall den Bauch vollschlagen. Sonst fühlt man sich träge. Gut wäre es, davor etwas zu trinken, denn auch im Wasser schwitzt man während des Trainings und verliert Flüssigkeit. 
• Im Bad ist das Risiko hoch, sich Fußpilz zu holen, denn in die aufgeweichte Haut können die Erreger leichter eindringen. Vorbeugend Badeschuhe oder Schlapfen tragen. 
• Unmittelbar vor dem Schwimmerlebnis genügt es, sich außerhalb des Beckens mit lockerem Arm- und zusätzlich Hüftkreisen aufzuwärmen. Wer Zeit und Lust hat, kann auch ein paar Bauch- und Rückenübungen machen. Im Anschluss langsam einschwimmen. Nach dem Training Dehnübungen machen, um die Muskeln zu entspannen. 
• Wer im Freien übt, sollte nicht vergessen, sich vor Trainingsbeginn mit Sonnencreme einzuschmieren. Denn die Reflexion der Wasseroberfläche verstärkt die Sonnenstrahlung um etwa zehn Prozent, Wassertropfen auf der Haut wirken wie ein Brennglas. UV-Strahlung dringt durch das klare Nass auf die Hautoberfläche. Benützen Sie am besten Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, die 30 Minuten vor dem Schwimmvergnügen aufgetragen werden sollte. 
• Nicht in das Becken springen, sondern Haut und Herz langsam an die Kälte gewöhnen. Kühlen Sie sich ab, indem Sie langsam Stufe für Stufe ins Wasser gehen. 
• Gleich nach dem Training sollten Frauen ihre Badekleidung wechseln. Auf diese Weise können Scheidenpilz und bakterielle Vaginosen (davon spricht man, wenn krankmachende Bakterien die Scheide besiedeln) vermieden werden.

TIPPS FÜR RICHTIGES SCHWIMMEN
Gute Technik und individuell angepasstes Training sind Voraussetzung für die positive Wirkung des Wassersports. Als orthopädisch beste Schwimmstile gelten Rückenschwimmen und Kraulen. Denn die Wirbelsäule befindet sich bei beiden in einer sogenannten Neutralposition und man bewegt nahezu alle Muskeln, um sich im Wasser fortzubewegen. Wer sich eine falsche Schwimmtechnik antrainiert, kann sich aufgrund der falschen Belastung schaden: 

Beim Brustschwimmen – der am meisten ausgeübte Schwimmstil – versuchen Ungeübte etwa oft, den Kopf krampfhaft über Wasser zu halten. Das führt zu Nackenschmerzen und Verspannungen im Rücken. Einatmen über und Ausatmen unter Wasser entlastet den Nacken beim Brustschwimmen. Menschen, die bereits an Halswirbelsäulenproblemen leiden, wird dieser Stil nicht empfohlen. Außerdem keine zu breiten „Froschbewegungen“ mit den Beinen ausführen, weil das die Hüft- und Kniegelenke schädigen kann. Beim Rückenschwimmen stärkt man vor allem jene Muskeln im unteren Rückenbereich und Gesäß, die stabilisierend wirken. Er eignet sich auch für alle jene, die bereits Rückenweh haben. Wichtig ist aber, dass der Körper in Wasserlage eine Ebene bildet und der Po nicht nach unten durchhängt. Nicht nach hinten schauen, denn dabei überstreckt man den Körper oder schluckt Wasser.

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