In der Mitte des Lebens

Noch vor zwanzig, dreißig Jahren war der Gedanke an die Wechseljahre ein grauenvoller. Viele Frauen sahen dieser Phase mit Angst entgegen – man gehörte von nun an zum sprichwörtlich alten Eisen. Doch Gott sei Dank hat sich die Forschung in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema beschäftigt und mittlerweile weiß man, dass die Wechseljahre mit der richtigen Einstellung und dem einen oder anderen unterstützenden Hausmittel oder Medikament recht gut zu bewältigen sind. Wichtig ist einfach nur, den Wechsel nicht als Krankheit, sondern als neuen Lebensabschnitt zu sehen.

Was heißt eigentlich „in den Wechsel kommen“? Von Geburt an befinden sich mehrere Tausend Eizellen in den Eierstöcken. Diese wachsen heran und im Alter von ca. 12 Jahren beginnt die Hypophyse mit der Produktion von FSH (= follikel-stimulierendes Hormon) und LH (= luteinisierendes Hormon). Mit Beginn der Pubertät wird durch diese Hormone die Bildung der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron angeregt. Bald danach kommt es zur ersten Regelblutung. Die Phase der Fruchtbarkeit beginnt. Doch aller Anfang hat auch ein Ende. Nach etwa 35 Jahren verändert sich der Organismus der Frau langsam und schrittweise. Die Menstruation wird zunehmend unregelmäßiger, es findet kein Eisprung mehr statt, Östrogene sind nur mehr in geringen Mengen vorhanden, die Produktion von Progesteron wird eingestellt. Aber Vorsicht – trotz geringer Wahrscheinlichkeit, ab dem 44. Lebensjahr noch auf natürlichem Weg schwanger werden zu können, sollte das Thema Verhütung nicht ganz außer Acht gelassen werden! Denn wann genau der Wechsel beginnt, hängt von Lebensstil und Genen ab. Tatsache ist aber, dass der Veränderungsprozess durchschnittlich zehn bis fünfzehn Jahre dauert – die sogenannten Wechseljahre. Diese lassen sich medizinisch in drei Phasen untergliedern: die Prämenopause beginnt mit den Zyklusstörungen, die Perimenopause dauert bis zum völligen Ausbleiben der Menstruation (= Menopause) und in der Postmenopause hat man alles so weit überstanden – der Körper ist hormonell umgestellt, die klimakterischen Beschwerden lassen nach.

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