„Ich verbiete mir gar nichts!“

Es gab nur eine, die im deutschen Fußball-Trikot eine bessere Figur machte als Schweini, Lahm, Müller & Co. Die Wunderfrau der jungen Schlagermusik, die wunderbare Helene Fischer,  machte sogar den Weltmeistern bei ihrem umjubelten Einzug in Berlin Konkurrenz, als sie vor Hunderttausenden jubelnden Fans keck ihren durchtrainierten Bauch unter dem Trikot hervorblicken ließ – und da brauchte es gar nicht ihren Hit „Atemlos“, um den feiernden Helden von Brasilien den Atem zu rauben.

In Form – und dennoch Leben mit Genuss. Helene Fischer ist in weltmeisterlicher Form – und das nicht nur, wenn es um ihre unglaubliche Karriere geht. Da hängt die fesche Schlagerlady ohnehin seit Jahren alle Kolleginnen und Kollegen mühelos ab: mehr als sechs Millionen verkaufte Alben, ausverkaufte Tourneen – das macht ihr so schnell keiner nach! Doch wer mit so einem Tempo durch die Musikgeschichte rast, muss auch auf seine Gesundheit achten, um dem ständigen Druck standzuhalten. „Vor Tourneen beginne ich schon Wochen davor mit intensiven Vorbereitungen“, verrät sie, als wir sie in einem Wiener Luxushotel zum Interview bitten. Die österreichischen Versuchungen machen der schönen Helene die guten Vorsätze allerdings nicht gerade leicht. „Ich liebe Wien – vor allem das herrliche Essen hier. Mit Kulinarischem kann man mich besonders beeindrucken“, lacht sie gut gelaunt – und es wirkt fast wie augenzwinkernde Koketterie. Denn ihre enge Leopardenhose lässt eigentlich keinen Zentimeter Platz für überflüssige Fettpölsterchen. Dass sich die durchtrainierte Sängerin auch Gourmetsünden leistet, gibt der Frauenwelt Hoffnung. „Ich weiß, das können sich viele nicht vorstellen, aber ich verbiete mir nichts. Allerdings nehme ich Ungesundes nur mit Maß und Ziel zu mir. Aber bei euch in Österreich gönne ich mir schon immer ein Wiener Schnitzel, Kaiserschmarren oder Topfenstrudel. Das ist wie ein Ausgleich zu meinem bewegten Leben.“

Joggen hält fit. Damit die üppige Wiener Mehlspeisenküche nicht allzu großen Schaden anrichtet, packt Helene Fischer natürlich auch bei jeder Reise in die Donaumetropole ihre Laufschuhe mit ein – und Fitness-DVDs. Denn so hält sich die Schlager-Queen auf ihren zahlreichen Reisen fit. „Ich mache ungefähr jeden zweiten Tag Sport. Mit den DVDs kann ich dann abends im Hotelzimmer meine Übungen machen, das ist sehr praktisch“, erzählt sie. Doch wenn sich, so wie jetzt (das erste Konzert der „Farbenspiel“-Tour ist am 25. September) die Tournee nähert, dann steigert die Sängerin ihr Fitness-Programm noch einmal ganz ordentlich. Denn schließlich geht es bei ihr nicht nur um Ausdauer und Figur. Helene Fischer reicht es schon längst nicht mehr, dekorativ auf der Bühne zu stehen und ihre Songs zu trällern – sie fegt wirklich mit 100 Prozent Körpereinsatz durch ihre bunten Shows.

Akrobatik – ohne Sicherung. Zu Fischers Shows gehören auch atemberaubende Zirkuseinlagen. Ob am Trapez oder an Seilen in luftiger Höhe, Helene überwindet beim Singen die Schwerkraft. „Diese Einlagen sind auch für mich eine riesige Herausforderung“,  bekennt sie offen. „Bei den ersten Malen musste ich bei meinem Management-Team Überzeugungsarbeit leisten, es hatte Panik. Schließlich haben wir uns darauf geeinigt, dass ich die Akrobatik-Übungen gesichert mache. Doch ich habe schnell gemerkt, dass mich das Sicherheitsseil nur behindert. Also habe ich beschlossen, es wegzulassen. Erst dann konzentriert man sich zu 100 Prozent auf sich und auf das, was man in der Luft tut.“ Fischer ohne doppelten Boden und Netz!

Russisches Erbe. Ihre Leidenschaft für die athletische Körperkunst ist Helenes Meinung nach ihren Wurzeln zu verdanken – als Jelena Petrowna Fischer kam sie vor 30 Jahren im fernen Sibirien auf die Welt. Doch schon als Helenchen drei Jahre alt war, zog die Familie nach Deutschland. „Aber vielleicht habe ich ja doch noch eine russische Seite in mir. Leichtathletik, Zirkus – die Russen haben ja einen gewissen Spaß am Drill“, lacht sie. Eine russische Lebensader läuft allerdings nicht durch Jelenas Körper: Während prominente Kollegen wie Anna Netrebko auf das Wässerchen Wodka als Heilmittel für viele Wehwehchen schwören, hat die Schlagersängerin ihre ganz eigene Geheimwaffe für die Gesundheit parat: Ingwer. „Darauf schwöre ich. Die Knolle ist ein absolutes Allzweckmittel. Sie wärmt die Stimme, hilft bei Erkältungen und unterstützt das Immunsystem. Egal ob im Essen oder im Getränk – Ingwer begleitet mich auf jeder Tournee.“

Gesundes Essen und Hausmannskost. Wer in so luftigen Höhen herumwirbelt, kann natürlich keinen schweren Schweinsbraten verdrücken. „Während der Tour achte ich selbstverständlich auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, da will ich gar nichts Schweres essen. Mein Körper signalisiert mir genau, dass er nichts Ungesundes haben möchte“, so Fischer. „Wir haben auf Tour einen eigenen Caterer, der uns alle gesund bekocht.“ Schlager-Moderator Florian Silbereisen, Helenes langjähriger Lebensgefährte, kommt selten in den Genuss, die Kochkünste seiner Frau zu genießen. Denn Zeit zum Kochen hat die Entertainerin so gut wie keine. Doch wenn sie sich an den Herd stellt, dann muss sich Florian nicht durch trockene Vollwertkost und vegane Trendgerichte plagen: „Am liebsten koche ich Pasta oder gute Hausmannskost, auch mit Butterschmalz und Olivenöl.“ Die richtige Balance zwischen Genuss und Gesundheit macht es eben in ihrem Leben aus!

Interessantes

- Advertisement -Jentschura

Empfehlungen