Ich habe Lust aufs Leben

Mit einem zünftigen „Gfreit mi!“ begrüßt uns die amtierende „Dancing Stars“-Queen Petra Frey zum Interview. Die sympathische 34-jährige Tirolerin lacht viel und genießt sichtlich das Leben. Obwohl sie schon seit ihrem 12. Lebensjahr auf der Bühne steht und ihr erstes Album mit 15 aufnahm, ist Frey immer noch das nette Landmädl von nebenan. Sie denkt viel über das Leben nach, über die innere Ruhe und das Geerdet-Bleiben. Frey ist in ihrem Tun so authentisch, so „harmoniebedürftig“, wie sie sich selbst beschreibt, und einfach durch und durch sympathisch, dass man nicht anders kann, als sich von ihrer guten Laune anstecken zu lassen. Das große Interview.

GESÜNDER LEBEN: Was ging Ihnen als Erstes durch den Kopf, als verkündet wurde, dass Sie „Dancing Star 2012“ sind?
Petra Frey: Natürlich hab ich mich wahnsinnig gefreut. Wobei, ganz ehrlich: Ich war bereits irrsinnig erleichtert, als wir den Showtanz gut hinter uns gebracht haben. Hier fällt nämlich der meiste Druck von einem ab. Als wir dann auch noch gewonnen haben, war’s umso besser (lacht)!

GL: Stimmt es, wie man immer wieder hört, dass die „Dancing Stars“-Teilnehmer eine große, glückliche Familie sind?
Frey: Das ist tatsächlich so, liegt aber auch auf der Hand: Man verbringt vier Monate sehr viel Zeit miteinander, das Leben findet während dieser Zeit nur im Studio oder im Trainingssaal statt. Und: Alle Kandidaten müssen etwas lernen, das man eigentlich gar nicht kann, und jeder hat Angst, sich zu blamieren. Das verbindet natürlich und man lernt sich sehr gut kennen, tauscht auch Privates aus.

GL: Auffallend war, dass Sie von jedem einzelnen Kandidaten als „sehr freundlich und umgänglich“ beschrieben wurden. Sind Sie jemand, der mit Menschen generell gut kann?
Frey: Oh, das freut mich zu hören (lacht)! Natürlich ist es bei mir auch so, dass es Menschen gibt, mit denen man lieber seine Zeit verbringt als mit anderen Menschen. Prinzipiell bin ich aber jemand, der jedem offen und interessiert begegnet und der sein Gegenüber kennenlernen will. Ich bin keiner, der Streit sucht. Komme ich mit jemandem nicht gut aus, entferne ich mich lieber. Es ist doch viel schöner, sich den positiven als den negativen Dingen im Leben zu widmen. Ich glaube, mit mir ist schlecht streiten!

GL: Gibt es dennoch etwas, das Sie auf die Palme bringt?
Frey: Was ich überhaupt nicht ausstehen kann, ist Unehrlichkeit. Ich bin grundsätzlich ein ehrlicher Mensch und sage das, was ich mir denke. Auch mit lauten und cholerischen Menschen tue ich mir schwer.

GL: Was haben Sie während „Dancing Stars“ über sich gelernt?
Frey: Sehr viel. Als Frau musste ich lernen, Berührungen beim Tanzen sowie meine Weiblichkeit in vollen Zügen zuzulassen. Körperlich lernt man, Grenzen zu überschreiten. Man muss sich selbst neu ausloten. Was verträgt der eigene Körper?

GL: Wie hält man solche harten Trainingseinheiten durch?
Frey: Zum Schluss haben wir bis zu sieben Stunden am Tag trainiert – da gibt es keine Stelle am Körper, die nicht wehtut. Aber man lernt, den inneren Schweinehund zu überwinden. Der eigene Körper ist zu viel mehr fähig, als man glaubt – man muss ihn nur lassen.

GL: Sind Sie eigentlich sportlich?
Frey: Ich bin weder Sportsmuffel noch Sportskanone. Ich gehe zweimal in der Woche laufen, um meinen Kopf frei zu bekommen. Auch Bogenschießen mache ich sehr gerne. Ansonsten begeistere ich mich eher für ruhigere Sportarten, wie Yoga oder Meditation. Ich kann dabei geistig runterkommen. Wie bei fast jeder Sportart geht es bei Yoga um die Atmung und die Körperspannung, um so die Muskeln aufzubauen. Beim Sport ist es generell wichtig, herauszufinden, was einem guttut. Der eine braucht das Auspowern, der andere eher das ruhige In-sich-Gehen.

GL: Abgesehen vom Sport: Was machen Sie sonst noch, um sich zu entspannen?
Frey: Ich liebe die Natur! Ich gehe gern auf einen Berg, meditiere bei mir im Garten oder fahre mit meinem Zelt wohin und übernachte dann am liebsten im Freien. Das sind alles Dinge, die mich erden und bei denen ich abschalten kann.

GL: Und gesunde Ernährung?
Frey: Ich versuche, gewisse Dinge wegzulassen, wie diverse Zusatz- oder Aromastoffe. Beim Einkaufen greife ich zu Bioprodukten. Und seit vielen Jahren esse ich kein Fleisch mehr, was ich für gesünder halte. Mein Gemüse pflanze ich mittlerweile im Garten selbst an.

„Ich bin draufgekommen, dass Diäten sinnlos sind. Man muss auf den eigenen Körper hören.“

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