Ich brauche Sport zum Leben

Simone Stelzer gehört seit zwei Jahrzehnten zu den beliebtesten Schlagerstars Österreichs. Einen Karriereschub erlebte die attraktive 42-Jährige 2006, als sie bei der ORF-Erfolgsshow „Dancing Stars“ die Hüften schwang. Und auch privat brachte ihr die Sendung Glück: 2009 ehelichte sie ihren Tanzpartner Alex Kreissl. Dass die beiden glücklich wie am ersten Tag sind, davon konnten wir uns beim Interview mit Simone überzeugen. Während Simone gut gelaunt mit uns über ihr neues Album „Pur“, Sport und das Älterwerden sprach, hörte Alex geduldig zu, lächelte und riss den einen oder anderen Schmäh. Worauf Simone jedes Mal mit einem herzhaften Lachen antwortete …

GESÜNDER LEBEN: Ihr neues Album heißt „Pur“ – was bedeutet das genau?
Simone: In den Liedern erkennt man mich wieder. Natürlich habe ich nicht alles, worüber ich singe, selbst erlebt, sonst wäre ich schon längst ein kaputter Mensch (lacht)! Aber ich unterhalte mich viel mit Freunden und Bekannten. Und diese Geschichten verpacke ich in meinen Songs. Ein gutes Beispiel ist das Lied „Ich hab dich nie mehr geliebt (… als heut)“, das insgeheim Freunden von mir gewidmet ist, die während einer Kreuzfahrt eine Ehekrise durchmachten. Wenn ich das Lied singe, denke ich immer an die beiden. Mir ist es wichtig, einen persönlichen Bezug zu meinen Songs zu haben.

GL: Ein persönlicher Song ist auch „Ciao“?
Simone: Genau, der handelt von meinen Schuhen! Ich liebe Schuhe über alles und empfinde tatsächlich Trennungsschmerz, wenn ich mich von einem Paar verabschieden muss. In diesem Lied nehme ich mich selbst auf die Schaufel, das muss auch mal sein.

GL: Neben Schuhen ist Mode Ihre zweite Leidenschaft …
Simone: Auf jeden Fall. Ich nähe auch selbst Klamotten um, wenn sie nicht passen. Mit Mode kann man sich sehr gut ausdrücken.

GL: Was ist Ihr persönliches Lieblingskleidungsstück?
Simone: Schwierige Frage! Ich denke, das ist meine Jeans, die ich mir in Zürich gekauft habe. Die sitzt perfekt! Meiner Meinung nach sollte jede Frau eine gut sitzende Jeans im Kleiderschrank haben. Es gibt nichts Besseres.

GL: Wie würden Sie Ihren Kleidungsstil beschreiben?
Simone: Das pendelt zwischen sexy und elegant, je nach Anlass. Auf der Bühne trage ich gerne einen Mix aus diesen beiden Stilen. Konservativ ist mein Kleidungsstil auf jeden Fall nicht.

GL: Nochmal zurück zum neuen Album. „Pur“ ist sehr abwechslungsreich. Balladen oder Pop-Nummern – was singen Sie auf der Bühne lieber?
Simone: Ich mag beides sehr gerne. Bei Balladen kann ich mich besser ausdrücken. Bei den schnellen Liedern allerdings kann ich aus mir herausgehen, kann mich bewegen, kann tanzen. Das liebe ich sehr.

GL: 2006 nahmen Sie bei „Dancing Stars“ teil. Tanzen Sie immer noch?
Simone: Alex und ich werden immer wieder für Tanzauftritte gebucht, wofür wir verschiedene Shows und Tänze einstudieren. Das macht mir großen Spaß. Mein aktueller Schwerpunkt liegt aber bei meiner Musik.

GL: Was bedeutet Ihnen Tanzen?
Simone: Im Rahmen von „Dancing Stars“ habe ich durch das Tanzen vollkommen neue Ausdrucksformen des Kommunizierens kennengelernt. Ich habe aber bis zum Schluss mit den Schritten sehr gekämpft, konnte also nicht in dem Ausmaß aus mir herausgehen, wie ich es mir gewünscht hätte. Das Schöne kommt erst dann, wenn man die Choreografie perfekt beherrscht und loslassen kann. Ich sehe Tanzen vor allem als Sport.

GL: Verändert sich das eigene Körperbewusstsein durch das Tanzen?
Simone: Natürlich. Vor allem wird der eigene Körper durch das Tanzen schöner und definierter.

Interessantes

- Advertisement -Jentschura

Empfehlungen