Hoppla, ich bin schwanger – Faszination Schwangerschaft/Teil 1

Freude und enorme Glücksgefühle wechseln sich ab mit der Sorge, ob das Kind gesund sein wird, Sorgen über berufliche und finanzielle Angelegenheiten, Zweifeln an der „Tauglichkeit“ der eigenen Person und des Partners als Mutter oder Vater, Sorgen über die Veränderung des eigenen Körpers, Gedanken über die auf einen zukommende Verantwortung – mit einem Wort Ängste über die eigene Zukunft, für die es noch keinen definitiven Plan gibt. Es scheint von der Natur her gut vorgesehen, dass die Schwangerschaft 40 Wochen dauert, damit haben die werdenden Eltern im Normalfall genug Zeit sich auf die neue Situation einzustellen.

Im Mittelpunkt des ersten Monats der Schwangerschaft steht die Anlage und Entwicklung der Körperstrukturen und Organe des Embryos. Das Zentralnervensystem mit Gehirn und Rückenmark bildet sich aus, sämtliche innere Organe werden in Ansätzen angelegt, das Herz beginnt das erste Mal zu schlagen. Am Ende des ersten Monats ist der Embryo etwa einen Zentimeter groß und wiegt ungefähr ein Gramm.

Vermutlich sind viele Mütter wenn sie erfahren, dass sie ein Baby erwarten, bereits in der vierten bis sechsten Woche schwanger. So winzig das Lebewesen im Bauch der Mutter noch ist, so gewaltig sind die hormonellen Veränderungen, die es in ihrem Organismus in Gang setzt. Diese beeinflussen ihren Körper und ihr Gefühlsleben ganz massiv. Gefühle in allen Höhen und Tiefen wechseln sich rasch ab, viele werdende Mütter fühlen sich jetzt müde und unausgeglichen.

Im zweiten Monat der Schwangerschaft vervielfachen sich die Nervenzellen des Embryos, sie vernetzen sich und werden aktiv, das Gehirn wächst zusehends. Die Gliedmaßen entwickeln sich rasch weiter, Arme und Beine, Hände und Füße differenzieren sich und schließlich bilden sich Finger und Zehen. Am Ende des zweiten Monats ist das Ungeborene ungefähr drei Zentimeter groß und wiegt etwa sieben Gramm.

Durch die hormonelle Umstellung spürt die Mutter ihren Körper wie nie zuvor, erfährt manchmal die ersten unangenehmen Begleiterscheinungen der Frühschwangerschaft, Übelkeit und Erbrechen, ein Ziehen in den Brüsten und Schwindelgefühle plagen viele Frauen. Ihr Bewusstsein beginnt sich zunehmend auf den eigenen Körper zu konzentrieren. Mit der Mitteilung der Schwangerschaft an Verwandte und Freunde verändert sich auch deren Verhalten gegenüber der werdenden Mutter. Das Umfeld begegnet der Frau mit freudiger Anteilnahme und verstärkter Rücksichtnahme. Ein verständnisvoller Partner und ein funktionierendes soziales Umfeld geben in dieser Situation Sicherheit und bieten Entlastung.

Mit dem Wissen über die eigene Schwangerschaft ist bei den meisten Paaren ein veränderter Zugang zur Sexualität verbunden. Viele Männer fürchten, dass sie beim Geschlechtsverkehr ihrem Baby schaden könnten. In der Regel spricht jedoch nichts dagegen, auch während der Schwangerschaft ein erfülltes Sexualleben zu haben. Viele Paare erleben die Sexualität in dieser Zeit sogar noch intensiver und von einer ganz anderen Seite, vor allem aber besonders zärtlich und liebevoll. Werdende Mütter, die sich von ihrem Partner begehrt und geliebt fühlen, empfinden ihre Paarbeziehung vertiefter und sorgen sich weniger um den Verlust an erotischer Ausstrahlung. Diese psychische Ausgeglichenheit und Zufriedenheit kommt schließlich auch dem Baby zugute.

Quelle:·
Eine Elterninformation der MAG ELF – Amt für Jugend und Familie der Stadt Wien
http://www.wien.gv.at/menschen/magelf/kinder/tipps.html

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