Helfen macht glücklich!

GESÜNDER LEBEN-Coverstar Salma Hayek tut’s, Brad Pitt und Angelina Jolie sowieso und U2-Frontmann Bono kann gar nicht mehr ohne: anderen Menschen Hilfe anzubieten, ihnen unter die Arme zu greifen und ihr Leben ein (großes) Stück besser zu machen. Jeder moderne, imagebewusste Star unterstützt heutzutage ein Hilfsprojekt. Klar, das bringt positive Berichte in den Medien. Vor allem aber bringt es Freude, Zufriedenheit mit sich selbst und das Gefühl, mit der Welt im Reinen zu sein. Nicht nur in Hollywood, sondern überall. Kurz: Helfen macht glücklich.

Wissenschaftlich belegt. Dass soziales Engagement ein wichtiger und bedeutsamer Weg zum Glück ist, belegen verschiedenste Studien. Unter anderem jene der University of California aus dem Jahr 2011, die mittels Untersuchungen herausfand, dass prosoziales Verhalten auch jener Person Glücksempfinden verschafft, von der es ausgeht. Helfen ist also keine Einbahnstraße. Und schon 2005 wies die US-amerikanische Glücksforscherin Sonja Lyubomirsky darauf hin, dass nur zehn Prozent unseres Glücksempfindens auf unsere aktuellen Lebensumstände zurückzuführen sind. Ob wir also Mann, Frau, jung, alt, reich oder arm sind, einen tollen oder langweiligen Job haben oder, so Lyubomirsky, in einer Beziehung leben oder Single sind, ist für unser Glücklichsein nur bedingt wichtig. Stattdessen basieren ganze 40 Prozent unseres Glücksempfindens auf unseren täglichen Denk-, Benimm- und Verhaltensweisen, sprich: Welche Routine leben wir? Wie gehen wir mit Problemen um? Wie verhalten wir uns unseren Mitmenschen gegenüber? (Übrigens: Die restlichen 50 Prozent unseres Glücksgefühls sind laut Lyubomirsky genetisch bedingt.)

Vernetzung statt Einsamkeit. „Jeder Mensch, der aus Freude am eigenen Leben und Wohlstand andere Menschen unterstützt, vermehrt sein eigenes Glück“, ist auch der deutsche Diplom-Psychologe und Glücksexperte Robert Betz überzeugt. Gerade in einer Zeit, die von Individualismus, wenn nicht gar von Egoismus geprägt ist, ist soziales Engagement wichtiger als je zuvor. Denn der Mensch lebt in einem ewigen Dilemma, das nur, so scheint es, durch gegenseitiges Helfen überwunden werden kann: Zum einen wollen wir individuell sein, anders sein als die anderen, aus der Masse hervorstechen, anstatt in ihr unterzugehen. Und trotzdem (oder deshalb?) wollen wir nicht alleine sein, sehnen uns nach Vernetzung, nach einem Miteinander. „In der Tat haben sich viele Menschen von ihren Mitmenschen innerlich getrennt“, gibt Betz zu bedenken. „Wer aber Großzügigkeit praktiziert und gerne gibt, der erkennt die Verbindung zum anderen an und letztlich die Tatsache, dass wir alle aus einer Quelle kommen und in einem Boot sitzen.“

Besseres Selbstbild. Gemeinsam in einem Boot zu sitzen erschafft die von uns ersehnte Verbundenheit und Nähe. Wir erhalten Dankbarkeit und Anerkennung von den Menschen, denen wir helfen, schließen vielleicht sogar neue Freundschaften. Wir sind weniger einsam. Dadurch wird unser Selbstbild besser, das Selbstwertgefühl steigt, wir sind dem Glück einen Schritt näher gekommen. Und: Indem wir sehen, dass es anderen Menschen schlechter geht als uns, werden wir dankbarer und demütiger. Helfen ist also nicht zwingend selbstlos.

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