Heißhunger beginnt im Kopf

Mit schönen Bildern zur Idealfigur? Klingt wie Fake News, ist aber Gegenstand psychologischer Studien an der FH Münster in Deutschland. Prof. Dr. Jennifer Schmidt konnte dort an Probanden zeigen, dass Heißhungerattacken im EEG (Elektroenzephalogramm, Hirnstrommessung) sichtbar werden. Und zwar als beschleunigte Hirnwellen, die auf Stresszustände hinweisen. Tatsächlich bekommen wir in angespannten Situationen vermehrt Lust auf süße und fette Snacks, das wurde in anderen wissenschaftlichen Arbeiten bereits beschrieben. 

Die Psychologin setzt als Gegenmaßnahme auf die Kraft der Gedanken. „Die Teilnehmer an meiner Studie haben es mit unterschiedlichen Methoden geschafft, ihre Gehirnaktivität zu beruhigen: etwa durch Gedanken an ein schönes Bild, innerliches Wiederholen eines Mantras oder auch durch Beten.“ Messen und üben lässt sich dies mittels Neuro- bzw. Biofeedback. Hierbei wird das Hirnstrommuster auf einen Computer übertragen und sichtbar gemacht. Mittels spezieller Übungen lernt man, sie zu kontrollieren. Diese Methode wird u.a. im Spitzensport eingesetzt, zur Linderung von Migräne und eben auch als Anti-Stress-Training.

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