Hautmythen

Fehlmeinungen rund um Hautpflege und Kosmetik sind zahlreich. Aber nur, weil sie oft wiederholt werden, müssen sie nicht wahr sein. Wir nehmen ein paar davon unter die Lupe.

Apropos Sand: Der eignet sich keinesfalls zur Herstellung von Peelingmasken oder Rubbelcremes! Die zerriebenen Muschelstücke und Steinchen zerkratzen die Haut und führen zu Mikroverletzungen. Die Experten von „kosmetik transparent“ überprüfen mithilfe von Hautärzten regelmäßig, was dran ist an den unterschiedlichen Tipps und Ratschlägen. So haben wir auch die folgenden oft gehörten Aussagen zusammengestellt.

Bei fettiger Haut sollte man öfter Peelings machen

Das führt meist zu übermäßiger Reizung, die Talgproduktion wird angeregt. Damit erreicht man das Gegenteil von reiner Haut! Besser das Gesicht morgens und abends gründlich mit speziell auf das Problem abgestimmten Produkten von Schmutz und Talg befreien. Ist der Fettglanz zu stark, das Gesicht mit einem Papiertuch („Blotting Paper“) nur abtupfen, nicht reiben.

Solarium gegen Pickel

Davon raten Hautärzte ab. Die Hornhaut verdickt sich dadurch, es bilden sich erst recht Unreinheiten. Zudem entstehen bei übermäßiger UV-Belastung Schäden. Außerdem kann der natürliche pH-Wert der Haut durch die Strahlenbelastung aus dem Gleichgewicht geraten. Akne sollten überhaupt medizinisch abgeklärt und behandelt werden.

Nach dem Beine rasieren wachsen die Haare noch stärker nach

Die Haare wachsen nicht stärker nach, sie sind nur deutlicher sichtbar. Der Grund: Wenn das Haar an der Hautoberfläche abrasiert wird, erhält es statt der spitz zulaufenden dünnen ein kantiges Ende. Dieses ist hart, wirkt dadurch kräftiger und piekst mehr. Als Alternative kommen Epilation (Entfernung samt der Wurzel) oder Depilation (nur der sichtbare Teil des Haares verschwindet) in Frage.

Bodylotion reicht als Pflege nach einem Sonnenbad aus

Das stimmt nur teilweise und zwar dann, wenn das Produkt nicht zu fettreich ist und Inhaltsstoffe wie Aloe vera oder Panthenol enthält, also zur Hautberuhigung beiträgt und Feuchtigkeit spendet. Spezielle After-Sun-Produkte sind aber häufig etwas dünnflüssiger, lassen sich darum besser verteilen, wirken kühlend und unterstützen den Reparaturmechanismus der Haut.

Naturkosmetik ist besser verträglich

Je nach Herstellungsort und Inhaltsstoffen möglicherweise für die Umwelt, allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten u.a. durch Verunreinigungen können aber genauso auftreten. Phototoxische Nebenwirkungen (Ausschläge im Zusammenhang mit Sonnenbestrahlung) sind vor allem bei Johanniskraut und Zitrusölen bekannt. Beispiele für häufige allergene Stoffe sind Propolis, Arnika, römische Kamille oder Eichenmoosextrakt, Lavendelöl.

Fasten verjüngt den Teint

Die Haut wird während einer Diät oder Fastenkur oft trockener, zeigt vermehrt Fältchen und Schuppung. Reichhaltige Cremes und Öle gezielt einsetzen! Bei Detox-Maßnahmen kommt es besonders am Anfang zu Unreinheiten und Irritationen. Gründliche, aber sanfte Gesichtsreinigung mit Reinigungsmilch und Tonic durchführen, im Anschluss leichte und beruhigende Creme (farb-, parfumfrei), die intensive Feuchtigkeit spendet, auftragen.

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