Haut, Spiegel deiner Seele

Unsere Haut verzeiht unglücklicherweise nichts, rein gar nichts. Durchwachte Nächte, ein ungesunder Lebensstil, Nahrungsunverträglichkeiten und leider auch seelische Belastungen hinterlassen ihre Spuren: Augenringe, ein fahler Teint, Falten und ein Spannungsgefühl kennen wir alle. Leider können auch Pickel und andere Hautausschläge hinzukommen; mitunter haben sie konkrete Namen, die medizinisch behandlungsbedürftig sind: Akne, Schuppenflechte, Gürtelrose, Nesselausschlag, Neurodermitis – um nur einige zu nennen.

Hochkomplexe Haut
Mit einer Fläche von rund eineinhalb bis zwei Quadratmetern ist die Haut unser größtes Organ. Sie umhüllt uns dank Zellen, Nerven und Gefäßen mit einem schützenden Mantel, um Schmutz oder Mikroorganismen fernzuhalten und Abwehrzellen im Falle von außen eindringenden Fremdstoffen rechtzeitig zu alarmieren. Gleichzeitig ist sie durchlässig und reguliert unseren Wärmehaushalt. Ohne diese Schutzhülle könnte unser Organismus Temperaturschwankungen und UV-Strahlen nicht standhalten.  Störungen in all diesen Funktionen beeinflussen unser Wohlbefinden erheblich und sind zudem sichtbar. Auch die Welt der Gefühle wirkt stark auf den Zustand der Haut ein. Wir erröten, wenn wir uns schämen, erblassen, wenn wir uns erschrecken, bekommen vor lauter Angst eine Gänsehaut und fühlen uns wohl, wenn wir gestreichelt werden. Warum Haut und Psyche eng miteinander verflochten sind, erklärt sich u. a. durch die Tatsache, dass sich bereits im Mutterleib verschiedene Haut- und Nervenzellen aus demselben Keimblatt, dem Neurektoderm, entwickeln. „Zudem produzieren einige Hautzellen selbst sogenannte Neurotransmitter, also Botenstoffe, die Impulse zwischen den Nerven weitergeben“, erklärt Dermatologe Univ.-Doz. Dr. Paul Sator, Erster Oberarzt der dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Wien-Hietzing. „Stress löst viele Hauterkrankungen aus bzw. verstärkt dieselben. Schließlich werden unter psychischer Belastung verschiedene Stresshormone vermehrt ausgeschüttet, wodurch Entzündungsstoffe und andere Immunzellen aktiviert werden. Steht das Immunsystem dann sprichwörtlich ,unter Strom‘, können entzündliche Erkrankungen der Haut entstehen.“

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