Hauptsache Haare

Schönheit ist Kopfsache. Denn sobald Köpfe lichter werden und die Haare büschelweise auszufallen beginnen, leidet auch das Selbstbewusstsein. Haarausfall beginnt am Kopf und trifft ins Herz. Und diese Tatsache macht nicht nur das starke Geschlecht schwach. Auch bei Frauen ist das Ausdünnen der Haare kein seltenes Trauerspiel. Fast jede Fünfte leidet unter haarigen Verlusten. Die Lösung für alle Betroffenen heißt: Kopf hoch und kosmetisch kontern!

Haarausfall: Ab wann wird’s bedenklich? Haarausfall kommt auf den besten Köpfen vor, ist aber nicht immer gleich ein Grund zur Sorge. Dermatologin Univ.-Prof. Dr. med. Daisy Kopera von der Universität Graz gibt Entwarnung. „Nicht jeder Haarverlust ist medizinisch relevant. Es ist sogar etwas vollkommen Normales, dass man hin und wieder ein paar Haare verliert. Das können temporär auch mal mehr Strähnen sein als gewöhnlich, denn auch das Ausfallen gehört zum natürlichen Wachstumsprozess der Haarpracht.“ Die hübschen Strähnen sind nämlich alles andere als treue Begleiter. Für gewöhnlich gehören sie lediglich für einen Zeitraum von drei bis sechs Jahren zu unserer Frisur. In dieser Zeit ist das Haar im ständigen Wachstum begriffen, wird länger und dicker und fällt irgendwann aus. „Eine Einbuße von 50 bis 100 Haaren pro Tag liegt im Rahmen des Normalen. Erst wenn die Anzahl der ausfallenden Haare diesen Durchschnittswert für eine Dauer von mehreren Wochen übersteigt, darf man sich Sorgen machen“, erklärt die Expertin.

Geheimratsecken und Co: der anlagebedingte Haarausfall. Im Fall des medizinisch relevanten Haarverlusts lassen sich drei Arten unterscheiden. Der anlagebedingte (androgenetische) Haarausfall ist bei zirka 90 Prozent der Betroffenen verantwortlich für die tote Hose auf dem Haupt. Ein kahl werdender Hinterkopf und lichte Geheimratsecken sind beim starken Geschlecht die typischen Anzeichen des anlagebedingten Haarverlusts. Bei Frauen wird in der Regel die Partie des Scheitels schütter. Bei beiden Geschlechtern liegt der Grund in einer angeborenen Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron. „Bei Frauen kann vor allem der abrupte Östrogenabfall nach der Geburt oder in der Menopause ein Ausfallen der Haare bedingen“, erklärt Kopera. Da diese Hormon-Sensibilität angeboren ist, lässt sich androgenetischer Haarausfall zwar nicht vermeiden; die Behandlungsmöglichkeiten sind inzwischen aber vielfältig. Besonders effektiv sind Kopfhauttinkturen mit  Alfatradiol, Aminexil oder Minoxidil. Diese Wirkstoffe hemmen die Sensibilität der Haarwurzel gegen Testosteron.

Interessantes

- Advertisement -Jentschura

Empfehlungen