Grillen wie ein Weltmeister

Eines vorweg: „Jeder, der Grillen möchte, kann es auch tun, es müssen keinerlei Kochkenntnisse vorhanden sein, um erste Erfolgserlebnisse zu haben. Das gilt auch für alle weiblichen Grillmeister“, versichert Grillweltmeister und Buchautor Adi Matzek. Also: Frauen an den Griller! Warum allerdings vorwiegend Männer grillen, erklärt Matzek so: „Männer benötigen eine gute Portion Fleisch, um den Hormonhaushalt in Ordnung zu halten. Testosteron braucht Zink. Und der Zinklieferant Nummer eins ist nun mal Fleisch bzw. Fisch.“ In jedem Fall gilt aber: Die Grillsaison läuft bereits auf Hochtouren. Das warme Sommerwetter macht so richtig Lust darauf, Koteletts, Würstchen und Co. auf den heißen Rost zu legen. Neben dem Geschmack sollten wir aber auch unbedingt auf unsere Gesundheit achten, wenn der köstliche Duft von gegrilltem Fleisch in der Luft liegt. Grillweltmeister Matzek gibt Tipps, damit der Grillgenuss nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund wird.

Tipp 1: Kein Zeitdruck. Nehmen Sie sich Zeit für das Grillen. Erstellen Sie eine Einkaufsliste, damit Sie in der Hektik nichts vergessen. Lagern Sie Getränke und länger haltbare Konserven rechtzeitig ein, so ersparen Sie sich eine Menge Zeit. Fangen Sie zeitgerecht mit den Vorbereitungen an und überlegen Sie sich, welche Speise als Erstes zubereitet werden muss. Stimmen Sie dementsprechend die Garzeiten aufeinander ab. Schließlich soll ja alles möglichst gleichzeitig fertig sein.

Tipp 2: Welcher Griller? Die meisten scheitern schon beim Einkaufen. Denn nicht jeder Griller ist für jeden geeignet. Für viele ist es eine Frage des Preises, der Größe und der Bequemlichkeit. Der Holzkohlengrill gehört zu den Klassikern unter den Grillern. Dieses Gerät beheizt man mit Holzkohlebriketts oder Holzkohle. Am besten verwenden Sie ein emailliertes Modell oder einen Edelstahlgriller, diese sind wetterfest und rosten nicht. Kaufen Sie auf jeden Fall kein Billigprodukt. Gut ist ein Holzkohlengriller, der über eine geschlossene Aschelade verfügt, damit bei Zugluft oder Wind keine Asche auf das Grillgut gewirbelt wird. Der Kugelgrill ähnelt, wie der Name schon sagt, einer Kugel. Der klassische Kugelgrill ist ein ausgesprochenes Allroundgerät. Sie können damit direkt oder indirekt grillen. Dazu Matzek: „Mit diesem Griller schmeckt das Gegrillte zweifellos ausgezeichnet. Der Grund: Die beim Grillen freigesetzten Aromastoffe können nur durch die Abluftlöcher im Deckel entweichen. Dadurch bleibt der Geschmack lange erhalten.“ Und zuletzt bei Schlechtwetter, wenn Sie im Haus grillen müssen, bietet der Elektrogrill eine Alternative. Holzkohlenromantik und das köstliche Holzkohlenaroma gibt es jedoch nicht.

Tipp 3: Direktes oder indirektes Grillen? Grillliebhaber bevorzugen das klassische direkte Grillen über der Glut. Immer mehr entdecken aber auch die Möglichkeit des indirekten Grillens für sich. Dabei kann der Grill wie ein Backofen genutzt werden. Sie können ein ganzes Huhn garen, aber auch einen Schokoladekuchen backen. „Beim direkten Grillen liegt das Grillgut über der Hitzequelle. Die Grillgüter sind hier zumeist Tranchen oder kleinere Teile mit kurzen Garzeiten, wie zum Beispiel Koteletts, Beiriedschnitten, Steaks oder das komplette Würstelsortiment“, erklärt Matzek. Beim indirekten Grillen befindet sich das Grillgut hingegen nicht direkt über der Hitzequelle. So wird zum Beispiel die Glut beim Kugelgrill seitlich links und rechts neben dem Grillgut gelagert. Voraussetzung für das indirekte Grillen ist immer ein verschließbarer Grill mit Deckel. Dadurch kann die Luft im Inneren zirkulieren, und das Fleisch wird von allen Seiten gleichmäßig gegart. „So können Sie vom Schweinsbraten bis zu Buchteln mit Vanillesauce allerlei Schmankerln zubereiten“, so Matzek.

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