Glücksklee Gesundheit

Ein 4-blättriger Klee bringt Glück – so sagt man jedenfalls. Gemeinsam mit rosigen Schweinchen und russigen Rauchfangkehrern ist er ein Glücksbringer, der zu Neujahr mit den besten Wünschen verschenkt wird. „Gesundheit” ist ein oft gehörter Wunsch. Und alle Eltern wünschen sich wohl nichts sehnlicher als ein gesundes Kind. 4 Kernbereiche, gleich den Blättern des Glücksklees, gibt es, aus denen sich das Gesundheitsglück Ihres Kindes zusammensetzt:

  • Geborgenheit und Zuwendung
  • gesunde Ernährung und Körperpflege
  • viel Bewegung
  • Gesundheitsvorsorge

Wenn Sie diese 4 Bereiche im Auge behalten und immer wieder versuchen, zumindest Teile davon umzusetzen, dann fördern Sie die gesunde Entwicklung Ihres Kindes. Doch – auch wenn es widersprüchlich klingt – Krankheiten gehören genauso dazu! Durch den Wechsel der Jahreszeiten und durch Kontakt mit neuen Keimen in anderer Umgebung (z.B. auf dem Spielplatz oder in einer fremden Wohnung) bekommt das Immunsystem Ihres Kindes immer wieder neue Aufgaben, da es auf diese Weise die unterschiedlichsten Krankheitserreger kennen lernt und dagegen Abwehrstoffe bilden muss. Das ist sehr wichtig, geht aber nicht immer ohne Durchfall, Husten oder Schnupfen ab.

Im zweiten Lebensjahr erkranken Kinder 3 bis 5 Mal oder auch häufiger an Infekten mit Fieber, Schnupfen, Husten oder Durchfall. Kleinkinder, die eine Kinderkrippe besuchen, sind im Durchschnitt innerhalb eines Jahres zehnmal oder öfter krank. Manche Eltern führen das auf ihre Berufstätigkeit zurück – lassen Sie sich kein schlechtes Gewissen machen. Sie sollten lediglich damit rechnen, dass Ihr Kind häufiger krank sein wird und die entsprechende Vorsorge treffen: Dazu zählen einerseits die 4 Bereiche des Glücksklees und andererseits eine gute Versorgung Ihres Kindes, wenn es krank ist. Planen Sie daher genügend Zeit für Krankenbetreuung ein (Pflegeurlaub, Urlaub) und überlegen Sie auch, wer als zusätzliche Betreuungsperson für Ihr krankes Kind in Betracht kommt.

Kinder sind auch ein Spiegelbild ihres Umfeldes. Fehlende Streicheleinheiten, eine andauernd gereizte und gespannte Stimmungin der Familie, Hektik und Stress können sich auf die Gesundheit Ihres Kindes niederschlagen und die Krankheitsanfälligkeit erhöhen. Es ist schon klar, dass es nicht immer so geht wie geplant. Eltern können sich oft nicht aussuchen, wie ihr Leben verläuft. Verlust des Arbeitsplatzes, Partnerprobleme, eigene Krankheit und andere belastende Veränderungen im Leben lassen sich leider oft nicht verhindern und müssen bewältigt werden. Kinder bekommen solche „Krisen” immer mit. Sie haben feine Antennen und spüren sofort, wenn etwas los ist, wenn etwas nicht stimmt. Auf solche Situationen können Kinder mit Krankheit oder Verhaltensänderung reagieren. Das können Sie nicht verhindern, und Sie können auch nicht alle Schwierigkeiten des Lebens von Ihrem Kind fernhalten. Sie sollten jedoch Veränderungen Ihres Kindes ernst nehmen und ihm Hilfe anbieten, wenn Ihnen Ihr Kind durch irgendeine Situation belastet erscheint.

Doch wie schon gesagt: Krankheiten sind als Teil einer gesunden Entwicklung ganz normal: Der 2 Jahre alte Moritz ist seit gestern abend besonders anhänglich. Er schläft unruhig, isst wenig, und seine Lego- Spielkiste steht unberührt im Eck. Seine Stirn fühlt sich warm an, und bei Berührungen an seinen Ohren ist er sehr empfindlich. Christina, seine Mama, streicht ihm ganz ruhig und zart über den Kopf und sagt: „Ich glaube, wir werden zum Doktor gehen. Erinnerst du dich noch, wie freundlich er bei unserem letzten Besuch war? Er kann Dir sicher helfen!”

Die Einstellung der Eltern zum Thema „krank sein” beeinflusst auch Ihr Kind. Wenn Sie gelassen, aber liebevollreagieren, dann wird Ihr Kindverstehen, dass „krank sein” etwas ganz Natürliches und Normales ist, das eben ab und zu vorkommt. Wenn Sie sorgfältig und bestimmt darauf achten, dass Ihr Kind die notwendige Pflege bekommt, dann wird Ihr Kind daraus lernen, dass man an kranken Tagen besonders auf sich schauen muss und auch selber etwas dazu tun kann, bald wieder gesund zu werden. Mit übermäßigem  Bedauern, Verwöhnenoder mit Geschenken tun Sie Ihrem Kind nichts Gutes. Es bekommt dann das Gefühl, dass irgend etwas nicht stimmt, dass Krankheiten eigentlich nicht „passieren” dürfen. Oder aber Kinder fangen an, ihre Sonderbehandlung zu genießen. Sie merken: „Toll, wenn ich krank bin, kümmern sich meine Eltern besonders um mich, und ich bekomme Extra- Wünsche erfüllt. Es zahlt sich aus, krank zu sein!”

Eine liebevolle Pflege und eine gelassene Betreuung helfen Ihrem Kind am besten, kranke Tage gut zu überstehen.

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