Gibt es die „perfekten“ Eltern?

Viele Eltern wollen es besser machen, als sie es selbst in ihrer Kindheit erlebt haben und merken bald, dass ihr Anspruch an sich selbst und ihr tatsächliches Handeln nicht ganz in Einklang zu bringen sind. Fast alle Menschen hätten sich mehr Aufmerksamkeit, Lob, Anerkennung und Rückenstärkung in ihrer Kindheit gewünscht.

Kinder bedeuten Verantwortung, Bindung, kosten Kraft, brauchen viel Geduld und Liebe. Sie können ihre Eltern verunsichern und Gefühle der Überlastung auslösen. Die Fülle der Verantwortung löst fast immer auch Selbstzweifel aus – „Was ist, wenn ich es nicht schaffe?“

Kein Mensch ist ständig freundlich und ausgeglichen. Gestehen Sie sich ein, dass Sie manchmal auch Ihre Ruhe brauchen und planen Sie im Alltag Zeit für sich ein. Unterstützung von Partnern, Großeltern, Kindergarten und Schule bieten solche Möglichkeiten.

Hin und wieder Kraft tanken bedeutet, dass Sie wieder mehr Geduld aufbringen und sich Ihren Kindern positiv zuwenden können. Überforderte Eltern hinterlassen bei Kindern nicht selten das Gefühl ungewollt und ungeliebt zu sein.

Mit Humor geht vieles leichter!

„Kinder halten Erwachsene jung!“ Kennen Sie diesen Spruch? Es ist schon etwas Wahres dran, denn wer mit Kindern lebt, kommt sicher nicht ganz ohne Humor aus. Gemeinsam singen, tanzen, Blödsinn machen, löst bei fast allen Kindern Freude aus und tut meist auch den Erwachsenen gut.

Eigentlich können Kinder alles zum Spielen gebrauchen, wichtig ist nur, dass es jemanden gibt, der mitmacht. Spiele können selbst gebastelt werden, wobei es gar nicht so sehr auf die Haltbarkeit ankommt, sondern mehr auf den Spaß beim Herstellen. Kinder spielen gern mit etwas, was sie allein oder mit den Eltern gebastelt haben. Drachen, Korkstoppelfiguren, Kartoffelstempel oder Tannenzapfenmännchen kommen zum Einsatz. Rollenspiele, Verstecken spielen und sportliche Aktivitäten müssen nicht immer viel Geld kosten.

Reagieren Sie nicht gleich gereizt, wenn sich Ihr Kind einmal daneben benimmt. Wer auch Kritik von Kindern ertragen und manchmal auch über sich selbst schmunzeln kann, gibt ein besseres Vorbild ab, als jemand, der sofort seine Macht ausüben muss.

Konstruktives Streiten bedeutet, dass man auch Gefühle zulassen darf. Wiedergutmachung und Versöhnung sollten am Ende eines Streits stehen und selbstverständlich keine lang anhaltende „Feindschaft!“

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