Gewappnet gegen Sommerplagen

Wenn die Sonne strahlt, haben wir eigentlich keinen Grund zum Jammern: Egal, ob Grillfeste, Picknickausflüge ins Grüne oder Badespaß – der Sommer bietet für jeden Freizeitvergnügen à la carte. An die möglichen Schattenseite der heißen Jahreszeit denken wir erst, wenn lästige Begleiterscheinungen auftauchen: Der Kopf schmerzt, die Beine schwellen an oder der Darm streikt. DDr. Martin Haditsch, Allgemeinmediziner, Facharzt für Infektiologie und Tropenmedizin und Leiter des Travelmedcenters in Linz, verrät die besten Tipps und Tricks gegen typische Sommerplagen.

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Sonnenstich
Dieser buchstäbliche „Hitzeschaden“ wird durch eine länger anhaltende, sehr intensive Sonneneinstrahlung auf Kopf, Nacken oder Hals ausgelöst. Die direkte Sonnenstrahlung reizt die Hirnhäute unter der Schädeldecke, Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Nackensteifigkeit und Bewusstseinsstörungen treten oft erst Stunden danach auf. Besonders gefährdet sind Kinder und Senioren wie auch Personen mit durchgemachter Hirnhautentzündung.

Was jetzt hilft: Sorgen Sie für eine schattige Umgebung – am besten ist ein abgedunkelter, kühler und gut durchlüfteter Raum. Und den Kopf mit feuchten Tüchern kühlen sowie hochlagern.

Die beste Vorbeugung: Um einem Sonnenstich vorzubeugen, müssen Kopf und Nacken vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Dafür bieten sich Kopfbedeckungen an, die auch den Nackenbereich bedecken, wie breitkrempige Sonnenhüte oder Kapperl mit einer Stoffverlängerung an der Rückseite. Helle Materialien reflektieren mehr Licht und Wärme und eignen sich deshalb besser als dunkle Stoffe.

Kopfschmerzen
Wetterwechsel, Hitze, körperliche Belastung und hohe Ozonwerte führen oft zu Schädelbrummen.

Was jetzt hilft: In den Schatten gehen und den Kopf kühlen. Dazu einfach einen Kühlakku in ein Handtuch einschlagen und in den Nacken legen. Kühlend und schmerzstillend wirkt auch Pfefferminzöl, das man klassisch auf die Schläfen einmassiert. Wirkt das nicht, kann man bei Kopfschmerzen durchaus auch zu Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol greifen. Auch Blutdruckschwankungen können zu Kopfschmerzen führen. Personen mit labilem Hochdruck sollten Ihren Blutdruck messen!

Die beste Vorbeugung: Häufig ist Wasser- bzw. Flüssigkeitsmangel für Kopfschmerzen verantwortlich. Gerade an heißen Tagen gilt: zwei bis drei Liter trinken, am besten lauwarme Getränke. Ozon kann bei körperlicher Belastung zum Problem werden. Empfindliche Menschen sollten bei Werten über 150 Mikrogramm/cbm auf Anstrengungen im Freien verzichten und alle Aktivitäten außer Haus entweder auf die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend verlegen. Schwimmen und sonstiger „normaler“ Aufenthalt im Freien für einen Spaziergang oder ein Picknick ist auch für gefährdete Personen unbedenklich.

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