Get moving! Fit bleiben im Alter

Wer rastet, der rostet. Alltagsbewegungentragen zum gesünderen Leben bei. „Geh jeden Tag mit dem Hund hinaus,auch wenn du keinen hast“, rät Univ.- Prof. Dr. Michael Kolb vom Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport der Universität Wien. „Patentrezept“  gibt es aber keines, da SeniorInnenverschiedene Fitnesslevel haben. Geraten wird, täglich mind. 30 Minuten aktiv zu sein. Für EinsteigerInnen ideal sind „Lebensstilaktivitäten“. Man verbindet Bewegung mit Alltag, geht etwa zu Fuß einkaufen. Besser täglich moderat als ein Mal pro Woche intensiv.

Alle Generationen in Aktion. In Wien leben rund 370.000 Menschen, die älter als 60 Jahre sind. Die Stadt bietet vieles für ein aktives und gesundes Altern – etwa im Generationenpark-Kagran. Die Infrastruktur der Anlage nimmt auf die Bedürfnisse aller Altersklassen Rücksicht. Vergleichbare Einrichtungen findet man im Rudolf-Bednar-Park, im Kabelwerk- und im Wilhelm-Neusser-Park.

Wien ist Vorreiter. Im Rahmen des Projekts PASEO („Physical Activity among Sedentary Older People“) erarbeitet eine Projektgruppe des Instituts für Sportwissenschaft der Uni Wien in Kooperation mit der Wiener Gesundheitsförderung und ExpertInnen aus vielen Bereichen Maßnahmen zur Förderung der Bewegungsaktivitäten für ältere Menschen. Ziel ist, Strukturen zwischen Organisationen zu vernetzen sowie Kooperationen und Infrastrukturen auszubauen. Das beginnt mit kleinen Dingen, etwa die Spazierwege abends besser zu beleuchten.

INTERVIEW mit Dr. Michael Kolb vom Wiener Zentrum für Sport wissenschaft & Universitätssport

Wie viel Bewegungsaktivitäten empfehlen Sie älteren Menschen?
Täglich mindestens 30 Minuten – etwa durch zu Fuß gehen, Stiegen steigen oder Ausflüge unternehmen.

Wie animiert man SeniorInnen?
In Wien gibt es viele Angebote. Ziel des PASEO-Projekts ist, diese bekannter und zugänglich zu machen. Dass Bewegung wichtig ist, wissen die meisten.

Wer arbeitet bei PASEO mit?
Eingebunden sind etwa auch Bildungsanbieter, Sportverbände und Magistratische Abteilungen. Der Plan soll in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

Autor: Isolde Seidl

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