Gesundheit durch Heilkräuter

Pflanzen sind Lebewesen. Das steht außer Streit. Sie wachsen und verändern sich, empfangen und geben ab. Als Lebewesen stehen uns die Pflanzen nahe. Wir dürfen auf sie zurückgreifen, nicht nur, um ihre Inhaltsstoffe für unsere Gesundheit zu nutzen, sondern auch, um unser Leben zu deuten und zu interpretieren. Die Kraft des Schöpfers steckt also nicht nur in den Wirkkräften der Pflanzen, sondern auch in dem was Wuchsform, Blüten und Früchte an stets lebendigen Bildern uns mitgeben.

Bald wird zum Beispiel an den Birken auch außen sichtbar werden, was sich schon im Inneren der Stämme und Äste abspielt. Da wird gepumpt und transportiert, damit die Blüten und Blätter möglichst rasch austreiben können. Durch den gewaltigen Flüssigkeitshaushalt, den gerade die Birken ihr Eigen nennen, sind sie imstande, große Mengen an Wasser zu verdunsten und so das Kleinklima mitzuprägen.

Die Birke gehört zu den sogenannten Pioniergewächsen. Wenn es irgendwo kahle oder brache Flächen gibt, dann ist oft die Birke die erste, die Wurzeln austreibt und emporwächst. Geschieht das über längere Zeit, dann bildet sich aus den abgestorbenen Blättern und Ästen ein Humus, der es dann auch anderen Bäumen ermöglicht, Fuß zu fassen. So üben die Birken an ihrem Standort eine heilende Kraft aus.

Wenn jetzt der Saftfluss der Birke voll im Anlaufen ist, kann man durchaus schon „halbwüchsige“ Bäume heranziehen, um von ihnen bis zu zwei Liter Saft zu gewinnen. In ca. 30 cm Entfernung vom Boden bohrt man mit einem zentimeterdicken Bohrer ein Loch von 5 cm Tiefe in den Stamm und setzt dann ein dementsprechendes Abflussröhrchen, am besten aus Gummi – aber nicht aus Metall – ein und stellt ein Gefäß darunter. Der Saftfluss wird sofort einsetzen. Das gebohrte Loch schließt man nach dem Abzapfen am besten mit Baumwachs. Denselben Baum kann man dann erst wieder nach zwei Jahren anbohren.

Birkensaft gilt als ausgezeichnetes Naturmittel bei Gelbsucht und Erkrankungen der Harnwege. Er bringt auch Vitamin C in den Körper ein.
Ja, die Birke ist ein ganz großes Heilkraut, das Leib und Geist zu einem freieren und erfolgreicheren Leben verhelfen kann.


Heilkräuter aus dem Klostergarten

In seinem neuen Buch „Heilkräuter aus dem Klostergarten“ erzählt Benedikt Felsinger von den Wundern der Natur und den Gaben, die uns Gott gegeben hat. Er beschreibt detailreich zahlreiche Heilkräuter und Pflanzen – und gibt Tipps, wie wir dank deren Hilfe gesund bleiben – oder werden.

Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger, Heilkräuter aus dem Klostergarten
Ueberreuter, 160 Seiten, 19,95 Euro

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