Gesundheit durch Heilkräuter

Schon seit Jahrzehnten ist das Ulmensterben ein Thema. Bei der Ulmenkrankheit handelt es sich um einen Pilzbefall, der auch große Bäume binnen kurzer Zeit zum Absterben bringen kann. Unterstützend verstärkt ein kleiner Borkenkäfer – genauer der Ulmensplintkäfer – die Ausbreitung des schädlichen Pilzes. Gottlob finden sich in unseren Wäldern und in manchen Parks immer noch Exemplare dieser wertvollen Baumgattung. In unseren Breiten kennen wir drei Arten: die Feldulme (Ulmus minor), die Bergulme (Ulmus glabra) und die Flatterulme (Ulmus laevis). Die einzelnen Exemplare dieser Laubbäume können eine stattliche Größe von über 30 Metern und eine hohes Alter von mehreren hundert Jahren erlangen. Feld- und Flatterulme bevorzugen eher niedrige und feuchte Lagen. Die Bergulme kann auch noch über 1.000 Meter Seehöhe erklimmen und besiedeln. Die Ulme zählt zu den Bäumen, die vor der Belaubung noch blühen und sogar die Früchte ansetzen. Die Samen besitzen einen weiten Flügelrand, sodass der Wind sie über weite Strecken verbreiten kann.

Ein Blick in die Volksheilkunde verrät uns vielleicht bisher Unbekanntes. So lässt sich z. B. aus Ulmensamen ein fettes Öl pressen, wenn auch die Ausbeute sehr gering ist. Zudem lassen sich die Samen rösten und als Beigabe zu Wildgemüse, Suppen und Salaten verwenden. Wer Ulmenrinde abkocht, kann durch Waschungen mit dem Auszug eine raschere Vernarbung von Wunden erreichen. Die Rinde, fein pulverisiert, gilt als geeignetes Streupulver bei Ekzemen und Hauterkrankungen.

Generell ist es gut, die Nähe dieser Bäume aufzusuchen. Kaum einer wird bestreiten, dass jeder Baum als Lebewesen eine Ausstrahlung besitzt. Wer also an Hautkrankheiten, Gicht, Rheuma oder Wassersucht laboriert, der sollte Ulmen aufsuchen und sich oft bei ihnen aufhalten. Wer seine Handflächen auf den Baumstamm legt, der nimmt direkten Kontakt auf und profitiert vom aufstrebenden Wasserfluss des Baums. Haben Sie den Mut, sich von den Ulmen so manche Last und manchen Schmerz abnehmen zu lassen! Denn der Schöpfer hat uns inmitten der vielen Heilpflanzen die Ulmen zur Seite gestellt.

Heilkräuter aus dem Klostergarten
In seinem neuen Buch „Heilkräuter aus dem Klostergarten“ erzählt Benedikt Felsinger von den Wundern der Natur und den Gaben, die uns Gott gegeben hat. Er beschreibt detailreich zahlreiche Heilkräuter und Pflanzen – und gibt Tipps, wie wir dank deren Hilfe gesund bleiben – oder werden.
Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger, Heilkräuter aus dem Klostergarten
Ueberreuter, 160 Seiten, 19,95 Euro

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