Gesundes Essen – so geht`s!

Essen soll schmecken, klar! Aber Ernährung hat längst einen viel größeren Stellenwert als den des Sattmachens auf möglichst köstliche Weise. Schließlich kann man durch die Wahl des richtigen oder falschen Essens maßgeblich auf seine Gesundheit einwirken. Sprich, mit bestimmten Lebensmitteln und bestimmten Arten der Zubereitung kann man viel Positives für seinen Körper tun. Zu viel von dem Falschen hingegen schadet nachweislich. Kein Wunder also, dass Bücher über Ernährung boomen und jeder neue Ansatz gehypt wird. Von Low Carb über Paleo bis Intervallfasten gibt es Bestseller, und irgendwie hofft man immer, jetzt den Schlüssel zur gesunden Essweise gefunden zu haben. Doch kann man sich tatsächlich auf die so verbreiteten Informationen verlassen? Und welche Erkenntnisse sind wissenschaftlich belegt?

Tausende Studien analysiert
Mit diesen Fragen setzte sich der deutsche Wissenschaftsjournalist Bas Kast auseinander, als er 40-jährig mit Schmerzen in der Brust zusammenbrach und daraufhin beschloss, sich möglichst gesund zu ernähren. Eine jahrelange Recherche der aktuellen Erkenntnisse in der Alters- und Ernährungsforschung begann, und Kast filterte aus Tausenden sich zum Teil widersprechenden Studien die wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse über eine wirklich gesunde Ernährung heraus. „Ich sammelte die Untersuchungen rund um die Thematik wie ein Besessener. Die Studien stapelten sich in meinem Arbeitszimmer, im Wohnzimmer, in der Küche. Dutzende, Hunderte, irgendwann waren es weit mehr als tausend.“ Sein Ziel: „Ich wollte mich durch die ganzen Mythen hindurchkämpfen, vordringen zu den Fakten. Ich dachte mir: Wenn du nur lange genug recherchierst, gelingt es dir hoffentlich irgendwann, das Chaos zu ordnen und die entscheidenden Zutaten der ultimativ gesunden Ernährungsweise zu identifizieren, auf wissenschaftlich solider Basis.“ Herausgekommen ist nicht nur eine Ernährungsumstellung des Autors selbst, sondern auch das „Wissensbuch des Jahres 2018“ – „Der Ernährungskompass“.

Superstar Pflanzen
Als erste Orientierung hat Kast sich jene Regionen der Welt angesehen, in denen die Menschen ein ungewöhnlich hohes Alter erreichen – die sogenannten Blauen Zonen. „Die Menschen dort essen allesamt echtes, naturbelassenes Essen.“ Und vor allem Pflanzen. Seine Konsequenz: „Der eigentliche Star im Alltagsleben sind bei mir die Pflanzen geworden, in all ihrer Vielfalt, mit ihren prächtigen Farben und ihren äußert heilsamen Substanzen. Pflanzenbasierte Lebensmittel – Gemüse, Salate, Nüsse und Obst – bilden den Kern einer gesunden Ernährung.“ Das heißt aber nicht automatisch, dass nun jeder zum Vegetarier oder Veganer werden muss. „Die Dosis macht das Gift. Fleisch sollte eher die Beilage eines Gerichts bilden.“ Dazu noch regelmäßig fettreichen Fisch – wobei „Wild ist besser als Zucht“ gilt – wegen der Omega-3-Fettsäuren genießen, und die grobe Skizze für gesunde Ernährung steht. Umgekehrt gilt: „Jegliches Junkfood und sämtliche Fertigprodukte, die mehr als vier, fünf Zutaten enthalten, meiden. Das heißt in der Praxis: Bereiten Sie Ihr Essen selber zu, am besten mit weitgehend frischen Zutaten. Kochen Sie!“, animiert der Bestseller-Autor.

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