Gemüse am Grill

Wochenende, Sonnenschein – endlich kann der Grill wieder ausgepackt werden! Und obendrauf kommen keineswegs Steaks oder Würstel, sondern Köstlichkeiten aus dem Garten. Das hat gleich mehrere Vorteile: Es ist gesund und nachhaltig. „Beim Grillen auf Fleisch zu verzichten, ist nicht nur eine Sache für Vegetarier“, meint denn auch Veronika Ottenschläger, Ernährungswissenschafterin aus Wien. „Schließlich enthält Fleisch viele gesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinwert im Körper ansteigen lassen. Und speziell rotes Fleisch wird mit einem erhöhten Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht“. Dazu kommt der immer größer werdende Aspekt der Nachhaltigkeit: „Benötigt man doch für die Tieraufzucht extrem viel Wasser, Energie und Futterfläche“, so die Expertin.

Gut für Mensch und Umwelt
Positiv ist hingegen die Ökobilanz von saisonalem und regionalem Gemüse. Ebenso wie der Gesundheitsaspekt. „Mit Gemüse können wir ganz viele Mineralstoffe und Spurenelemente aufnehmen, und gerade saisonales Gemüse bietet uns alles, was wir genau in dieser Jahreszeit brauchen“, meint Ottenschläger. Gegrillt werden kann eigentlich fast alles, besonders gut eignen sich jedoch die meisten festen Gemüsesorten. Melanzani etwa können in Scheiben oder im Ganzen gegrillt werden. Während die Scheiben knusprig werden, wird eine im Ganzen gegrillte Melanzani weich. Ähnlich ist es mit Zucchini. Melanzani enthalten viele gesunde Bitterstoffe und Pflanzenfarbstoffe, in der Schale sitzen zudem Vitamin B1, Vitamin B2 und auch Folsäure. Zucchini haben einen ausgesprochen niedrigen Kohlenhydratgehalt, zudem besitzen sie viel Magnesium, Kalium und Eisen.

Gesund und verführerisch gut
Top auf dem Grill und auch im Gesund-Ranking sind Champignons: Sind sie doch reich an B-Vitaminen, Vitamin D, Eisen, Kalium, Magnesium und Zink. Je nach Größe können sie auf Spießchen gesteckt oder als gefüllte Köpfe – zum Beispiel mit Couscous oder Feta – gegrillt werden. Auch Paradeiser kommen im Ganzen auf Spieße gesteckt oder würzig gefüllt auf den Rost. Sie können als gesamte Rispe oder auch einzeln gegrillt werden. Das Powergemüse enthält vor allem große Mengen an Vitamin C. Ein echter Dauerbrenner ist bei allen Grillfreunden der Maiskolben. Das liegt sicher auch an seinem herrlich süßlichen Aroma. Drinnen steckt aber auch einiges: Er verfügt über einen sehr hohen Anteil an Ballaststoffen, Vitaminen sowie Mineralstoffen wie zum Beispiel Provitamin A, verschiedene B-Vitamine und Aminosäuren. Wer jetzt denkt, klingt ja alles köstlich, aber wovon soll ich bitte satt werden, der sollte auch Erdäpfel ins Grillprogramm nehmen – gelten diese doch als gesunde Sattmacher. Noch dazu ist ihre Zubereitung vielfältig – ob als Wedges, in Alufolie gewickelt oder mit Öl und Kräutern in der Grillschale zubereitet, sie sind immer schmackhaft und liefern noch dazu hochwertiges Eiweiß und reichlich Kalium.

Richtig aufgelegt, ist gut gegrillt
Man kann aber auch Rote Rüben, Wurzelgemüse, Kürbis, Spargel und noch viel mehr grillen. „Prinzipiell kann man fast jedes Gemüse auf den Grill legen. Was man aber auf jeden Fall bedenken sollte, ist, dass je besser etwas aufliegt, umso gleichmäßiger wird es gegart“, gibt die Ernährungsberaterin zu bedenken. „Kleine Stücke sollte man lieber auf einen Spieß stecken, sonst fallen sie durch den Rost, und bei Mais, Erdäpfeln und Süßkartoffeln bietet es sich an, diese vorzukochen und dann erst aufzulegen“. Was man nicht einfach so auf den Grill legen kann, wird normalerweise gerne in Alufolie gewickelt – oder in Aluschalen gegeben. Eine Art der Zubereitung, welche die Ernährungsexpertin nicht befürwortet: „Ein Teil des Aluminiums kann in die Nahrungsmittel hineinwandern, besser ist es, verschiedene Grillklemmen zu nehmen. Das ist nicht nur gesünder, sondern auch nachhaltiger, weil man diese ja abwaschen und wieder verwenden kann.“ Eine weitere Variante der Ernährungsberaterin: Gemüse als Behälter nehmen. „Man kann beispielsweise Melanzani, Kürbisse oder Kohlrabi aushöhlen und mit Couscous und Käse füllen.“

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