Freude, Angst, Trauer: Mehr Mut zum Gefühl!

Wie geht es dir?“ – „Alles gut!“ So oder so ähnlich verlaufen täglich unzählige Kurzdialoge. Ein Unding, wie Dr. Christian Peter Dogs findet. „Es kann nämlich gar nicht alles gut sein, weil unser Leben nicht perfekt ist“, so der deutsche Arzt, Psychotherapeut und Klinikleiter. „Wir selbst sind es auch nicht. Wir fühlen uns nicht immer gut. Wir verspüren Ärger, haben schlechte Laune, sind traurig oder wütend. Wir unterdrücken diese Gefühle nur oft, da die Gesellschaft Spaßmenschen eher akzeptiert.“ In seinem Buch „Gefühle sind keine Krankheit“ empfiehlt der Autor genau das Gegenteil: Statt vermeintlich schlechte Gefühle niederzukämpfen oder zu unterdrücken, gelte es, alle Gefühle in seinem Leben willkommen zu heißen und zu integrieren. Denn wer Gefühle verdrängt, riskiert, dass diese sich aufstauen und schließlich zum falschen Zeitpunkt oder den falschen Personen gegenüber zum Ausbruch kommen oder sich wie eine Autoimmunerkrankung gegen die eigene Person richten – etwa in Form von Schlafproblemen, Antriebsproblemen, Verspannungen, körperlichen Symptomen wie Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen oder Tinnitus. Die Liste der möglichen körperlichen und seelischen Auswirkungen ist lang.

Alle Gefühle sind gute Gefühle

Die gute Nachricht: Schlechte Gefühle gibt es nicht! „Den ersten Fehler haben wir begangen, indem wir Gefühle in positive und negative eingeteilt haben. Trauer, Wut oder Angst sind aber keine negativen Gefühle, sie erfüllen einen Zweck“, so Dogs. „Auch Langeweile oder Einsamkeit  sind Begriffe, die negativ besetzt sind, beides muss sich aber keineswegs schlecht anfühlen“, so der Psychotherapeut. Akzeptiere man alle Komponenten der eigenen Gefühlswelt, verlieren diese ihren bedrohlichen Charakter. Darum der Tipp des Experten: „Alle Gefühle sind erlaubt!“

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