Fit durch die Schwangerschaft

 Wer einige Regeln beachtet, tut Gutes für sich und das Baby. Schwangere sollten auf ausgewogene Ernährung achten – mit frischem Obst, Gemüse, Milchprodukten, Fleisch und Eiern. Bitte nicht hungern! Werdende Mütter sollten stets essen, wenn sie Hunger haben. Bei Übelkeit, Sodbrennen oder Verdauungsstörungen können mehrere Portionen über den Tag verteilt helfen. Vermieden werden sollten Lebensmittel wie roher Fisch, Meeresfrüchte, Schimmelkäse, Leberprodukte, rohe Eier und rohes Fleisch. Alkohol? Das ist ein Tabu während der Schwangerschaft und der Stillzeit –auch wenn ein Mythos besagt, Rotwein wäre gut für den Blutdruck. Nicht vergessen: Das Kind trinkt immer mit. Die Frauengesundheitsbeauftragte Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer- Puchinger warnt: „Alkoholkonsum birgt Risiken in sich, von Frühgeburt bis zu Entwicklungsstörungen.“

Keine Chance für Rückenschmerzen. Wächst der Bauch, wird die Wirbelsäule zunehmend belastet. Durch diehormonelle Umstellung lockern sich Bänder und Muskelansätze, einseitige Belastungen verkürzen die Muskeln. Die Wirbelsäulengymnastik hilft, Rü ckenschmerzen vorzubeugen und den Geburtsvorgang zu erleichtern.

Gesundheit beginnt im Bauch der Mutter. Diese sollte daher stets auf ihren Körper und ihr Wohlbefinden achten.

Wichtig: Zahnpflege! „Parodontitis ist eine große Gefahr. Diese Entzündung des Zahnhalteapparats erhöht das Frühgeburtsrisiko um das Achtfache“, weiß Mag.a (FH) Sophie Böhm, Gesundheitsreferentin bei der Wiener Gesundheitsförderung. Deshalb: Mindestens zwei Mal täglich Zähne putzen. Nach Erbrechen gleich ausspülen, dann 30 Minuten später die Zähne putzen – das schont den Zahnschmelz. Regelmäßig sollte man zur Kontrolle zur Zahnärztin bzw. zum Zahnarzt gehen.

 

Wann ein Kaiserschnitt nötig ist. Rund 30 Prozent der Wienerinnen bringen heute ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt. Das sind doppelt so viele wie vor zehn Jahren. „Kaiserschnitte werden oft bagatellisiert“, so Wimmer-Puchinger. „Frauen sind die Folgen nicht immer bewusst.“ So ist ein längerer Spitalsaufenthalt nötig, die Narbe muss verheilen, die Frau ist nicht mobil und das Stillen ist komplizierter. Studien zeigen, dass Frauen den Eingriff körperlich und psychisch besser verkraften, wenn sie sich intensiv damit auseinandersetzen. Manchmal ist ein Kaiserschnitt nötig, wenn die Frau Mehrlinge erwartet. Ebenso ist er nötig, wenn es schwere Komplikationen bei der Geburt gibt. Es gilt: Sicherheit zuerst.

 

„Parodontitis erhöht das Frühgeburtsrisiko um das Achtfache.“
Mag.a (FH) Sophie Böhm, Gesundheitsreferentin in der WiG

 

Autor: Martina Stehrer 

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