Entspannung trainieren

Sie knirschen in der Nacht mit den Zähnen, Ihre Hände schließen sich unbewusst zur Faust oder Ihr Nacken ist bretthart und schmerzt – Sie leiden eindeutig unter Stress, welcher Art auch immer. Denn unter starker Anspannung oder Druck spannt sich automatisch auch unsere Muskulatur an. „Dies hat biologisch den Sinn, den Körper auf Aktion oder Flucht vorzubereiten“, erklärt die Wiener Psychologin Dr. Martina Huber. „Kurzfristig ist das kein Problem, halten solche Zustände jedoch längere Zeit an oder kehren sie immer wieder – wie das bei Stress und Sorgen häufig der Fall ist –, können sie Erschöpfungszustände und Schmerz hervorrufen.“

Stress keine Chance geben
„Immer mehr Menschen haben in der heutigen Zeit Probleme mit Stress“, weiß Psychologin Huber. „Unsere Gesellschaft verleitet den Einzelnen zu einem immer schnelleren Lebenstempo. Das führt zu innerer Anspannung und einem ,Sich-nicht-mehr-wahrnehmen können‘.“

Doch gezielte Entspannungstechniken können wesentlich zur Entschleunigung beitragen, ist Huber überzeugt: „Es wird nicht nur Stress abgebaut, sondern das Gehirn wird auch sensibilisiert und kann so neu auftretenden Stress wesentlich schneller erkennen und vermeiden.“ Eine dieser Methoden, die Huber sehr erfolgreich bei ihren Patienten anwendet, ist die Progressive Muskelentspannung. Diese Technik wurde bereits 1938 vom amerikanischen Arzt und Psychologen Prof. Edmund Jacobson entwickelt. „Sie kann praktisch von jedem zu jeder Zeit durchgeführt werden – auch von Kindern und Jugendlichen – und es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich.“

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