Entspannung im Sommer

Unter den sanften Berührungen einer Massage wegdämmern; begleitet von sphärischen Klängen beim Yoga in tiefe Entspannung sinken; einen frischen Cocktail aus exotischen Früchten genießen, während man im sprudelnden Nass den Alltag wohlverdient beiseitestrampelt: Wellnessaufenthalte in Thermenanlagen bieten den nötigen Ausgleich, um Körper und Geist in Einklang zu bringen. – Und das nicht bloß in den kalten und trüben Herbst- und Wintermonaten. Ruheinseln sollte man sich vielmehr das ganze Jahr über schaffen, dabei im Frühling und Sommer aber auf andere Wohlfühlfaktoren achten. Passen Sie Ihr Auszeit-Programm daher unbedingt der Saison an. Wir zeigen, welche Vorteile ein Sommer-Wellness-Aufenthalt birgt.

Aktivität im Freien. „Mit Gymnastik, Laufen, Schwimmen, Wandern & Co wird das Herz gestärkt, der Stoffwechsel angeregt und der Kreislauf so richtig in Schwung gebracht. Zudem werden Stresshormone abgebaut und körpereigene Glücksbotenstoffe ausgeschüttet“, so Internist und Sportmediziner Univ.-Doz. Dr. Günther Neumayr aus Lienz. „Bewegung im Freien hat zudem einen positiven Nebeneffekt auf die Psyche: Man nimmt sich und auch die Umgebung besser wahr, wodurch der geistige Erholungseffekt verstärkt wird.“ Die Thermenlandschaften in Österreich bieten gerade in der wärmeren Jahreszeit ein abwechslungsreiches Outdoor-Fitness-Programm, das oft schon frühmorgens beginnt und von geführten Nordic-Walking- oder Fahrrad-Touren über Stretching-Einheiten bis zu Pilates- oder Aquajogging-Kursen unter freiem Himmel reicht. „Bewegung im Wasser ist besonders vorteilhaft, da Bänder und Gelenke geschont werden“, ergänzt Neumayr. „Trotzdem sollte man immer ärztlich abklären, welche Sportarten sich für einen eignen.“

Wellness für den Gaumen. Wer seinen Kreislauf bereits in den frühen Morgenstunden aktiviert hat, sollte danach gesund frühstücken. Im Idealfall liefern Müsli, Joghurt, Vollkornprodukte, Gemüse und Obst eine Extraportion Vitalstoffe. Gerade jetzt ist eine Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen einfach, erwachen doch zahleiche Obst- und Gemüsesorten wie Erdbeeren, Himbeeren oder Spargel endlich aus ihrem Winterschlaf und können entweder pur oder zu Smoothies gemixt genossen werden. Lassen Sie sich von den vielseitigen Frühstücksangeboten der Gesundheits- und Wellnesshotels verwöhnen!

Wasser wirkt Wunder. Wer nach einer erfrischenden Dusche – idealerweise inklusive Körperpeeling – abtauchen möchte, lässt die Seele im wohligwarmen Thermalwasser baumeln. „Bei Beschwerden wie z. B. Gelenks- oder Hauterkrankungen empfiehlt es sich aber, vor Reiseantritt entsprechende Informationen bei der jeweiligen Therme über die Zusammensetzung des Wassers und seine Wirkung zu erfragen“, rät Neumayr. „Ein stabiles Herz-Kreislauf-System ist im Übrigen Voraussetzung für jeden Thermalwasserbesuch.“ 36° C warmes Thermalwasser ist im Frühjahr/Sommer nicht jedermanns Sache, daher finden erhitzte Gemüter meist auch in den angebotenen kühleren Becken ihren seelischen Ausgleich. Achten Sie aber darauf, die empfohlene Verweildauer von maximal 15 bis 20 Minuten nicht zu überschreiten, um Kreislaufproblemen vorzubeugen. Übrigens: Ganz kühle Köpfe erfrischen sich bei warmen Außentemperaturen in den vielerorts vorhandenen Sportbecken mit Temperaturen um 20° C.

Maßvoller Sonnengenuss. Zwischen den einzelnen Badegängen ist es ratsam, Ruhepausen einzulegen – idealerweise auf einer Sonnenliege, wo in manchen Thermenanlagen ein herrliches Bergpanorama genossen und dank Sonnenstrahlen das immun- und knochenstärkende Vitamin D getankt wird. „Hauttypgerechter Sonnenschutz – v. a. an sonnenexponierten Stellen – ist allerdings ein unumgängliches Muss, um riskanten Sonnenbränden keine Chance zu lassen“, betont Neumayr.

Die Umgebung erkunden. Ein Thermenaufenthalt kann auch mit einem kleinen Ausflug verbunden werden, um die Umgebung zu erkunden und belibende Eindrücke zu sammeln. Informieren Sie sich rechtzeitig über die Gegebenheiten vor Ort, entdecken Sie beispielsweise den Seewinkel inklusive Nationalpark und/oder Neusiedler See während des Aufenthalts in der burgenländischen St. Martins Therme, das lebendige Stadtleben vor historischer Fassade in Bad Radkersburg oder – als „Aqua Dome“-Besucher in Längenfeld – das Tiroler Ötztal, das zum Wandern, Mountainbiken oder Nordic-Walken einlädt. Einige Thermenhotels offerieren auch angrenzend Camping-Plätze oder Picknick-Körbe für einen romantischen Ausflug zu zweit.

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