Entspannt durch die Feiertage

Das Weihnachtsessen im Ofen, der Tisch gedeckt, die Getränke gekühlt, die Kekse hergerichtet, das Haus geputzt, der Christbaum geschmückt, die Geschenke drapiert – alles perfekt. Mutter, Vater und Kinder, drei an der Zahl, sind gewaschen, gekämmt, geschnäuzt und gekleidet. Es duftet nach Weihnachten, eigentlich stinkt es nach zu viel Weihrauch, aber keiner sagt etwas, damit nur ja kein falsches Wort die Stimmung trübt. Alle lächeln, keiner redet zu viel. Bald kommt das Christkind. Und wir merken wieder: Kein anderes Datum im Kalender ist mit solch überhöhten Erwartungen verknüpft wie der 24. Dezember. Die Gläubigen feiern die Geburt Jesu. Die anderen das Christkind. Und alle feiern ein heidnisches Fest: die Sonnenwende.

Angespannte Familienidylle.Die Erwartung an die Wunderkraft der Familie wird das ganze Jahr nicht so überstrapaziert. Einen Tag kann man sich doch um Himmels willen einmal zusammenreißen. Und das tun sie denn auch alle. Muss ja besinnlich sein, das Familienfest. Gedämpft fröhlich und nur ja nicht zu laut. Ist ja nun wirklich keine Party. Alle Jahre wieder und jedes Jahr das Gleiche. Wenn es endlich so weit ist – meist recht knapp bevor das Christkind kommt –, sinkt die Stimmung auf den Tiefpunkt. Die Erschöpfung, der übermäßige Druck, unter dem jeder Einzelne schon so lange steht, entlädt sich. Die Gründe dafür wiegen meist nicht schwer. Und plötzlich wird gezetert, geschimpft, geschmollt – und nicht selten geweint: Weil der Karpfen verschmort, weil die Kleine ihr Glas umschüttet, weil es ein Fahrrad gibt und kein Mofa – oder weil, wie bei Bergers im vorigen Jahr, Tante Paula statt mit Bergen von Geschenken mit einem sehr jungen Mann als Weihnachtsüberraschung vor der Haustür stand. Dazu muss man wissen: Tante Paula hat ein Konto in der Schweiz und keine Kinder …

 

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