Endlich Reha für Kinder

Kampf für Kinder. Einer von ihnen ist Markus Wieser, Obmann des 2009 von ihm gegründeten „Fördervereins Kinder- und Jugendlichenrehabilitation in Österreich“. Anlass dafür war seine eigene familiäre Notsituation: „Meine Tochter erkrankte im November 2008 an akuter myeloischer Leukämie und war im St. Anna Kinderspital in Betreuung. Ich habe in dieser Zeit die medizinische und organisatorische Betreuung schätzen gelernt. Die vielen Gespräche mit anderen betroffenen Eltern und Ärzten, aber auch Informationen von Eltern, deren Kinder andere Krankheiten hatten, haben mich motiviert, die ,Initiative Kinder- und Jugendlichenrehabilitation in Österreich’ ins Leben zu rufen. Denn nach der Intensivbehandlung im Spital gab es keine Nachbetreuung als Leistungsanspruch. Außerdem fehlten kindgerechte Rehabilitationseinrichtungen, um den Betroffenen und auch deren Familienangehörigen die Möglichkeit zu geben, gemeinsam den Weg zur Genesung zu finden.“ Kopfschüttelnd fügt Wieser hinzu: „Es gab über 7.000 Betten für Erwachsene, aber kein einziges für Kinder und Jugendliche in eigenen Einrichtungen! Man musste dafür nach Deutschland fahren! In Zukunft gibt es nun sechs altersgerechte Rehazentren mit insgesamt 343 Betten und elf Indikationsgruppen. Kinderärzte haben nun auch in Österreich die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche mit onkologischen und schweren Stoffwechselerkrankungen, mit Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates, nach Herzoperationen oder Erkrankungen der Atemwege sowie psychosozialen Problemen in Rehazentren zu schicken.“

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