Endlich Blütezeit!

Blühen Sie auf: Gesundheit triff Schönheit. Der Trend zu floralen Wirkstoffen ist keineswegs neu. Schon zu Zeiten der Naturvölker wurden Blüten und Knospen genutzt, um der Haut Gutes zu tun. Damals stand zwar nicht der kosmetische, dafür umso mehr der gesundheitliche Gedanke im Vordergrund. Noch heute spielt die Hautgesundheit bei der Verarbeitung floraler Extrakte eine große Rolle. Was zählt, ist nicht nur die Tatsache, dass bestimmte Pflanzen und Blüten heilende Wirkung auf die Haut haben, sondern vor allem auch der Umstand, dass natürliche Inhaltsstoffe besonders gut vertragen werden. In einer Umwelt, die viele Reiz- und Störfaktoren (z. B. Ozon, Strahlenbelastung) liefert, freuen sich immer mehr Menschen über die Rückkehr zu ursprünglichen Wirkstoffen. Zu Recht: Die Quote von sensiblen Hautreaktionen ist im floralen Wirkstoffsegment deutlich geringer als bei chemischen Erzeugnissen.

Pflanzen-Verarbeitung: Eine Herausforderung. Dass Blumen und Blüten wahre Schönheitselixiere sind, ist also seit jeher bekannt. Was die Forschung hingegen vor eine deutlich größere Herausforderung gestellt hat, ist das Finden eines optimalen Verarbeitungsprozesses floraler Rohstoffe. Denn um die reine Pflanzenessenz – und damit das höchste Wirkstoffkonzentrat – zu gewinnen, sind teils extrem aufwendige Verfahren notwendig. Beispielsweise müssen manche Blüten für einen langen Zeitraum in Öl gelagert werden, bis sich ihre Wirkstoffe darin lösen und abgeschöpft werden können. Andere Blüten müssen über Tage in einem Wasserbad aufquellen, ehe sie Auszüge ihrer Wirkstoffe freigeben. Anschließend ist eine aufwendige Filtration nötig, um die gewonnenen Essenzen zur Weiterverarbeitung brauchbar zu machen. Wieder andere Verfahren pressen heißen Wasserdampf durch die empfindlichen Blüten, um dadurch den Anteil ätherischer Öle buchstäblich aus der Pflanze zu katapultieren. Aber auch wenn die Pflanzenessenzen erfolgreich für die Kosmetikproduktion gewonnen sind, nehmen die Herausforderungen kein Ende. Beispielsweise müssen bei der Verarbeitung gewisse Temperaturspannen gewahrt werden, um die sensiblen Rohstoffe nicht zu zerstören. Auch Licht kann schädlich auf die empfindlichen Essenzen wirken. Die Forscher haben also alle Hände voll zu tun, um aus zarten Blüten tolle Produkte für noch zartere Haut werden zu lassen.

Reich der Sinne: Blüten betören. Und was ist mit dem Verbraucher? Der bekommt in der Regel von den Forschungen und aufwendigen Verfahren nichts mit. Dafür bekommt er etwas anderes. Und zwar die volle Wirkung der Pflanzen – verpackt in einen kleine Tiegel mit großer Wirkung. Und noch größerer Erlebnisse. Denn neben der reinen Wirkung für die Haut ist es vor allem die natürliche Seelsorge, die Blüten und Blumen mit sich bringen. Wer sich den sinnlich süßen Duft von Rosen oder das betörende Odeur von Jasmin in Erinnerung ruft, weiß, was gemeint ist: Florale Aromen verzaubern die Sinne. Erwiesenermaßen wirken Blütenaromen auf das Unterbewusstsein und können das Gehirn sogar zu bestimmten Hormonausschüttungen anregen. Auch dieser aromatherapeutische Effekt wird bei floraler Kosmetik gezielt genutzt. Lavendel-Aromen werden wegen ihrer beruhigenden Wirkung beispielsweise gern Nachtcremes beigemischt. Der Duft des Veilchens findet ob seiner harmonisierenden Wirkung hingegen in Masken oder Sensitiv-Produkten Anwendung, während Rosen-Aromen eine beliebte Haupt- oder Unternote in Parfums und Splashs sind. Die Königsblüte verführt nämlich mit ihren aphrodisierenden Noten.  

Kosmetischer Blumenstrauß: Florale Wirkstoffe. Für alle, die nun Lust auf eine geballte Ladung Flower-Power bekommen haben und sich ein kosmetisches Blumenbouquett zusammenstellen wollen: Langen Sie ruhig zu. Bei floraler Kosmetik verhält es sich wie im echten Leben: Je bunter der Strauß, desto fröhlicher und vielfältiger ist auch seine Wirkung. Hier eine Übersicht der besten Blüten, die die Natur in Sachen Schönheit zu bieten hat:

Kornblume: Bunte Blumenwiesen werden durch die kleinen, blauvioletten Kontraste erst zu echten Hinguckern. Anders als auf Feld, Wald und Wiese ist die Wirkung der Kornblume im Cremetopf eher zurückhaltend und beruhigend. Kornblumen sind (ähnlich wie Kamille) dafür bekannt, die Haut zu tonisieren. Die reinen Blüten-Essenzen durchfeuchten die Zellen bis in die Tiefe und sorgen gleichzeitig dafür, dass der Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht kommt. Die Kosmetikindustrie setzt die kleinen blauen Wunder daher oft in Cremes für sensible oder gereizte Haut ein. Aber auch in Eigenregie kann man sich die Kraft der Kornblume zu Nutze machen. Bäder aus getrockneten, kurz mit heißem Wasser aufgebrühten Kornblumen lindern beispielsweise akuten Juckreiz und Rötungen.

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