Die 10 größten Liebes-Irrtümer

Irrtum 1

Frauen wollen nie Sex, Männer immer

Der Experte erzählt, dass er in seiner Praxis viele Frauen erlebt, die in einer Beziehung leben, in der sie deutlich öfter will als er. Auch eine US-amerikanische Studie belegt, dass sich bei einem Drittel aller Paare die Frau mehr Sex wünscht, bei einem Drittel ist es der Mann. Und das andere Drittel ist zufrieden so, wie es ist. Gründe, wieso Männer keinen Sex wollen, sind, so Thiel, dieselben wie bei Frauen. Der häufigste Grund sei ständige Kritik der Partnerin/des Partners, aber auch Stress im Beruf. Wenn er oder sie es zum Vorwurf macht, dass das Gegenüber heute Abend einmal keine Lust auf Sex hat, ist dies auch nicht besonders förderlich. „Sex ist eine intime Kommunikation und kein bloßer Trieb“, stellt Thiel klar. „Sex ist wie Heimat. Hier erleben wir am stärksten das Gefühl, dass wir akzeptiert werden – deshalb lieben wir Sex auch so sehr.“ Wird dieses Gefühl aber von vornherein abgewehrt, bleibt auch der Sex aus – oder es kommt zum Seitensprung.

Irrtum 2

Männer sind rational

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Männer viel häufiger an irrationale Liebesvorstellungen (z. B. Liebe auf den ersten Blick) glauben als Frauen. Laut Thiel kommt bei sieben Prozent der Männer schon bei der ersten Verabredung ein „Ich liebe dich!“ über die Lippen, bei Frauen sind es nur ein Prozent. So ist es auch nicht überraschend, dass Männer, auch wenn sie gern etwas anderes behaupten, Gefühle und Sex sehr schwer voneinander trennen können. Nach dem Liebesakt empfinden Männer häufiger eine romantische Zugehörigkeit zur Partnerin als umgekehrt.

Irrtum 3

Je länger die Beziehung dauert, desto weniger begehrt man sich

Am Beginn einer Beziehung haben wir nicht nur wegen der verrücktspielenden Hormone immens viel Sex miteinander, sondern auch wegen unseres Verhaltens: Wir hören dem Gegenüber aufmerksam zu, zeigen ehrliches Interesse, umarmen ihn/sie oft. Hält man dies bei, wird auch der Sex nach Jahren nicht weniger, ist Thiel überzeugt. „Der Schlüssel zu einer guten Sexualität ist Positivität. Dann fällt die Kurve der partnerschaftlichen Sexualität nicht ab, sondern bleibt konstant.“

Irrtum 4

Jedes Problem muss ausdiskutiert werden

Bitte, bloß nicht! Manchmal ist auch in einer Beziehung Schweigen Gold, denn, so Thiel: „Probleme sind wie Goldfische – sie wachsen, wenn man sie füttert.“ Meist dominiert in Paar-Diskussionen das Negative, erläutert der Experte. Man glaubt, selbst im Recht zu sein, und versucht den anderen von seinen Standpunkten zu überzeugen. „Das kann nicht funktionieren. Der andere ist in der Regel nämlich nicht im Unrecht – er hat nur eine andere Sicht.“ Problemgespräche sind aber natürlich manches Mal unausweichlich. Der Experte rät zu einem „sanften Auftakt: ohne Vorwurf, ohne Kritik, ohne Verachtung. Denn Gespräche enden beinahe immer so, wie sie begonnen haben.“

Irrtum 5

Den Partner kann und darf man nicht ändern

Den Partner zu verändern ist nicht nur möglich, sondern auch unerlässlich, ist Thiel überzeugt. Denn, was man nie vergessen darf: „Zwei Menschen sind immer verschieden!“ Und diese Unterschiede sind eben nicht immer ganz angenehm. „Veränderungswünsche sind deshalb legitim.“ Veränderungen sind möglich, wenn diese nur das Verhalten betreffen – was den Charakter betrifft, da stößt man an Grenzen. „Diese Grenzen müssen wir respektieren.“ Denn manchmal gibt es „ewige Probleme“ in einer Beziehung, die man auch nach Jahrzehnten nicht lösen kann. „Dann hilft es, sich auf das Positive, auf das Verbindende, zu konzentrieren“, rät Thiel.

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