Die Spaßgeneration? Freizeitverhalten von Jugendlichen

Freizeit ist eine Dimension des Lebens, die – nicht nur für Jugendliche – immer mehr an Bedeutung gewinnt. Einerseits nimmt die Quantität verfügbarer unverplanter Zeit in unserer Gesellschaft immer mehr ab, andererseits verstärkt sich zusehends der Trend zur Individualisierung der Menschen. Die frei verfügbare Zeit erscheint als Lebensraum, in dem jeder bestimmen kann, was er tun möchte.

Für die heutigen Jugendlichen ist viel Freizeit ein Kriterium für Lebensqualität. Freizeit wird als Ausgleich zum oft stressig erlebten Schul- und Ausbildungsalltag wahrgenommen. Dass die richtige Mischung für Jugendliche nicht nur aus zielgerichteten Aktivitäten und Erlebnisangeboten, sondern auch aus einer guten Portion scheinbar sinnlosen Faulenzens, Nichtstuns und „Rumhängens“ bestehen sollte, ist für Eltern oft schwer nachvollziehbar.

Jugendfreizeit ist mehr als „Rumhängen“
Eindeutiger Favorit unter den Freizeitbeschäftigungen Jugendlicher ist Musik hören, gefolgt von Fernsehen und dem Konsum von Videos. Mit Freunden fortgehen, tratschen, shoppen, Discos und Partys besuchen, Sport betreiben oder einfach Faulenzen, haben ebenfalls einen hohen Stellenwert. Die Freizeitgestaltung gemeinsam mit den Eltern rückt im Jugendalter immer mehr in den Hintergrund.

Die Freizeitwelt von Jugendlichen ist aber auch eine Medienwelt. Nie zuvor waren Jugendliche so gut mit Medien ausgestattet. Der Computer als Mittel zur Informationssuche und Kommunikation aber auch als schulisches Arbeitsmittel ist, wie auch das Handy, im jugendlichen Alltag ein selbstverständlicher Begleiter. Die tägliche Nutzung von elektronischen Spielen erlebt am Beginn des Jugendalters einen deutlichen Anstieg, geht jedoch mit zunehmendem Heranwachsen wieder zurück.

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