Die Sonne ist für alle da!

Hauttypen: Sonne ist Typfrage.
Wie unsere Haut auf Sonne reagiert, ist ein genetisch fixiertes Produkt der Evolution. Die Haut der Menschen, die in Ländern mit intensiver Sonneneinstrahlung leben, hat gelernt, sich im Laufe der Zeit an diese UV-Belastung anzupassen. Eine intensive Pigmentierung sorgt für einen höheren Schutz vor schädlichen Strahlen. Teilwiese ist bei dunklen Hauttypen überdies die oberste Hautschicht dicker und fester, um hitzebedingte Austrocknungen sowie ein Eindringen aggressiver UV-Strahlen in tiefere Zellschichten zu verhindern. In Breitengraden, die weniger sonnenverwöhnt sind, sind solche Eigenschutzmechanismen der Haut schwächer ausgeprägt. Als Faustformel gilt: Je heller die Haut ist, desto weniger kann die Haut aus eigener Kraft auf die Gefahr durch ultraviolette Strahlung reagieren.

Melanin: Bräunung schützt.
Was den Sonnenschutz betrifft, wird der Hauttyp anhand der Färbung des Teints bestimmt. Verantwortlich für diese Färbung ist der natürliche Hautfarbstoff Melanin. Er verleiht nicht nur der Haut, sondern auch den Haaren und Augen ihren individuellen Farbton. Wie viel Melanin der Mensch besitzt und wie dieses im Körper verteilt ist, ist genetisch fixiert und nicht beeinflussbar. In der Haut lagert sich der Farbstoff unmittelbar in der obersten Zellschicht an. Kommt die Haut nun in Kontakt mit Sonnenlicht, wird der Körper zu einer vorrübergehend vermehrten Produktion von Melanin angeregt. Bis zu welchem Maß nun zusätzliche Farbpigmente produziert werden können, ist ebenfalls genetisch vorgegeben. Die Farbstoffe legen sich wie ein dichtes Schutznetz über die darunter liegenden Hautzellen und absorbieren schädliche UV-Strahlen.

UV-Typ und Pflegetyp: Man muss unterscheiden.
Anhand des Melanin-Vorkommens im Körper wird nun auch der UV-Hauttyp bestimmt. Grob unterteilt man hierbei vier verschiedene Hauttypen, die aufgrund ihres unterschiedlichen Melanin-Gehalts anderartig auf UV-Strahlung reagieren und damit auf auch auf unterschiedliche Weise geschützt werden müssen. Keine Aussage treffen diese Typisierungen übrigens über das generelle Pflegebedürfnis der Haut. Ob sie also besonders feuchtigkeitsbedürftig, sensibel oder eher unrein ist, steht auf einem anderen Blatt. Doch auch nach diesen Kriterien sollte die passende Sonnenschutzcreme ausgemacht werden. Beim Bestimmen des UV-Hauttyps geht es aber zunächst nur um die Wahl des Lichtschutzfaktors, nicht etwa um die Wahl der Konsistenz oder Pflegestoff-Zugaben des Schutzproduktes.

Lichtschutzfaktor: Ein kosmetisches Rechenspiel.
Der Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme gibt an, um welchen Faktor sich der Eigenschutz der Haut durch das Produkt verlängert. Beträgt der natürliche, Melanin-bedingte Schutz der Haut beispielsweise 10 Minuten, so verlängert sich der Zeitraum, in der die Haut vor UV-Angriffen geschützt ist, bei einer Sonnenschutzcreme mit LFS 30 um 300 Minuten (30 x 10 = 300). Wird dieser Zeitraum überschritten, können Schädigungen der Haut nicht mehr zuverlässig abgefangen werden. Und zwar auch nicht, wenn man die Haut erneut mit Sonnencreme einschmiert. Ein Nachcremen verlängert nämlich nicht den Schutzzeitraum, sondern schließt allenfalls durch Schwitzen oder Rubbeln der Kleidung entstandene Schutzlücken. Auch ein Aufenthalt im Schatten ist kein gänzlicher Garant für UV-Sicherheit. Zwar ist die Strahlenintensität hier deutlich reduziert, aber eben nicht völlig ausgeschlossen. Wer UV-überreizte Haut nach Ablauf der Schutzzeit schonen möchte, sollte daher neben dem Aufenthalt in geschlossenen Räumen oder wenigstens im tiefen Schatten außerdem lange Kleidung tragen.

 

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