Die neue Fleck-weg-Kosmetik

Wenn nach dem Sonnenurlaub die Pigmente aus der Reihe tanzen, bekommen Sie meist Applaus dafür: Sommersprossen sind ja so richtig süß. Doch was ist, wenn der Sonnenzauber vorbei ist und das gesprenkelte Spektakel nicht verschwinden will? Ein, zwei kleine Verfärbungen nimmt man meist noch gelassen hin. Passiert das Ganze jedoch in fortgeschrittenem Alter und belagern die Punkte in großflächigen Scharen Stirn, Oberlippe, Dekolleté oder Handrücken, findet man dafür keine niedlichen Namen mehr. Alters- und Pigmentflecken sind die bösen Schwestern der Sommersprossen. Sie lassen das Antlitz fahl wirken und zerstören den Traum vom ebenmäßigen Elfenbein-Teint.

Flecken machen alt! „Hautton-alterung ist die meistunterschätzte Komponente des sichtbaren Aging-Prozesses“, sagt Dr. Sibylle Wichlas, Dermatologin und Anti-Aging-Expertin von Woman&Health in Wien. Denn die Haut kann noch so faltenfrei sein; durch unregelmäßige Pigmentierung wirkt der Teint verbraucht und müde. „Es gilt daher nicht allein der Faltenbildung und dem Elastizitätsverlust vorzubeugen, auch gegen unschöne Hautverfärbungen muss man präventiv und regenerativ etwas tun, wenn man frisch aussehen möchte“, so die Dermatologin.

Sonne und Hormone sind Schuld. Wer Flecken vermeiden will, muss jedoch zunächst wissen, wie sie überhaupt entstehen. Wichlas: „Ausgelöst werden Pigmentflecken durch hormonell bedingte Veränderungen, etwa durch die Einnahme der Pille. Aber auch Duftstoffe in Parfums können zu dunklen Verfärbungen führen. Insbesondere spielen aber Sonnenschäden eine Rolle. UV-Strahlung verstärkt die Hyperpigmentierung, also die Fleckenbildung, ganz massiv.“

Die Spots vermehren sich. Altersflecken tragen ihren Namen zu Recht. Hyperpigmentierung ist tatsächlich eine Erscheinung des Alters. Während bei den 18 bis 25-Jährigen nur zwei Prozent unter Verfärbungen leiden, sind bei den 35- bis 39-Jährigen schon mehr als 20 Prozent betroffen. „Das liegt daran, dass ältere Haut mehr ertragen musste – vor allem Sonnenbäder und -brände“, sagt Wichlas und gibt weiter zu bedenken: „Achten Sie einmal darauf, welche Hautstellen am meisten von Hyperpigmentierung betroffen sind. In der Regel sind das besonders exponierte Stellen, wie die Hand- und Nasenrücken, der Hals und die Stirn. Das sollte ein Warnzeichen sein!“

Vorbeugen: kosmetischer Strahlenschutz. Wer bei seiner Haut lieber Plus- satt Pigment-Punkte sammeln will, beugt unschönen Verfärbungen vor. Auch die Dermatologin rät: „Pigmentflecken gar nicht erst entstehen zu lassen ist sinnvoller, als sie später korrigieren zu wollen.“ Bereits mit einem konsequenten (!)
Schutz vor UV-Strahlung verhindert man einen Großteil der fleckigen Melanin-Eskapaden. Mit Lichtschutz ist aber nicht nur das Einschmieren beim Sonnenbaden gemeint. „Im Urlaub schützen sich ohnehin die meisten. Die Strahlenbelastung des Alltags wird hingegen oft unterschätzt. Auch wenn die Sonne nicht scheint, strahlt sie dennoch. Sogar durch einen stark bewölkten Himmel können bis zu 20 Prozent der UV-Strahlen dringen. Und diesen ist die Haut meist unvorbereitet und schutzlos ausgesetzt“, erklärt die Dermatologin und rät daher: „Achten Sie auch bei Ihrer Tagespflege auf einen ausreichenden Sonnenschutzfaktor.“

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