Die Natur im Kochtopf

Es geht bei mir nicht nur um Kochrezepte, sondern eher um Rezepte, wie man das Leben am besten schaffen kann. Und jeder Leser nimmt sich den Teil heraus, der für ihn passt.“ Wenn Christine Saahs, Autorin des Buches „Kochen mit der Kraft der Natur“ und zahlreicher anderer Bestseller, von ihren Werken spricht, wird ihre Begeisterung spürbar. Die Natur ist es, die in ihren Büchern die Hauptrolle spielt. „Ein Bewusstsein für sich und die Umwelt zu entwickeln, ist unglaublich wichtig. Ich habe dieses Bewusstsein schon von klein auf mitbekommen“, so Saahs, die auf einem Landgut aufgewachsen ist und die Liebe zur Natur vor allem durch die Großmutter vermittelt bekam. „Sie hat mit uns Kindern Wanderungen in die Umgebung gemacht, uns gezeigt, wo Blumen und Kräuter wie Frauenschuh und Maimorcheln zu finden sind, wo und wann die guten Schwammerln wachsen und wie wir Brennnesseln richtig ernten und verwenden.“ Zu diesem Wissen gesellen sich jahrzehntelange Erfahrungen, die die leidenschaftliche Köchin mit ihrem biodynamisch geführten Wachauer Weingut „Nikolaihof“ gesammelt hat. In „Kochen mit der Kraft der Natur“ hat die Autorin Rezepte mit Kräutern, die heilen und stärken, gesammelt und mit Tipps rund um Gesundheit, körperliches Wohlbefinden und seelisches Gleichgewicht ergänzt. Ihre Tochter, Kinder- und Jugendfachärztin Dr. Christine Saahs, steuerte medizinische und wissenschaftliche Informationen bei. In GESÜNDER LEBEN verrät Christine Saahs die wichtigsten Grundpfeiler ihrer Rezepte. Lust aufs Ausprobieren bekommen? Auf Seite 67 finden Sie vier köstliche Rezeptvorschläge aus dem aktuellen Buch!

Biologisch? Biodynamisch!
„Nach Demeter-Richtlinien gezogenes Gemüse und Obst ist die Basis für meine Rezepte“, erklärt Saahs. Die griechische Fruchtbarkeitsgöttin ist Namenspatronin dieser ältesten biologischen Anbaumethode der Welt, deren Ursprung sich bis ins Jahr 1924 zurückverfolgen lässt. Im Fokus steht dabei, dass beim Anbau weder Kunstdünger noch andere Chemikalien eingesetzt werden dürfen. „Gedüngt wird mit Kompost und biodynamischen Präparaten, aber die Demeter-Prinzipien gehen weit darüber hinaus“, erläutert die Autorin. So folgt die Erzeugung der landwirtschaftlichen Produkte dem Rhythmus der Natur. Wichtig ist auch konsequenter Fruchtwechsel, um die Böden nicht auszulaugen. „Nur so kann der Boden der Pflanze alles schenken, was sie braucht. Und nur so kann die Pflanze dem Menschen alles geben, was sie in sich trägt“, erklärt Saahs. Die Demeter-Richtlinien schreiben zudem vor, dass mindestens sieben Prozent der Anbaufläche als natürlicher Lebensraum für Insekten und andere Lebewesen zur Verfügung stehen müssen. Am Ende profitieren alle: Erde, Tiere, Mensch, Luft, Klima, Umwelt. „Wir verstehen Demeter auch als gesellschaftliche Verantwortung: Die Erde kann sich heute nicht mehr selbst regenerieren. Wir Menschen haben die Aufgabe, helfend einzugreifen!“

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