Die Macht der Hormone

Das sind wohl wieder die Hormone.“ Nicht selten werden vor allem Frauen mit diesem Spruch konfrontiert – vor allem, um Stimmungsschwankungen biologisch zu erklären. Die chemischen Botenstoffe haben jedoch nicht nur Einfluss auf unser Gefühlsleben, sondern auf nahezu all unsere Lebensbereiche – und das bei Männern und Frauen. Die Botenstoffe, die uns fest im Griff zu haben scheinen, entstehen in Drüsen, die über den ganzen Körper verteilt sind. So werden die weiblichen Geschlechtshormone in den Eierstöcken und die männlichen in den Hoden produziert, das Stresshormon Adrenalin entstammt aus der Nebenniere, die Bauchspeicheldrüse steuert Insulin bei, dessen Aufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel in Schach zu halten, während die Schilddrüse gleich mehrere Hormone wie etwa Thyroxin produziert. Unser Gehirn nützt diese chemischen Botenstoffe, um Befehle weiterzugeben – etwa an die Organe, die den Stoffwechsel steuern, an den Kreislauf oder die Muskeln. Zur Verteilung wird das Verbindungsnetz des Körpers genützt: Die Hormone gelangen über das Blut an die Zielzellen, an deren Rezeptoren sie andocken. „Schaltzentrale des Hormonsystems ist unser Gehirn. Es steuert das komplexe System und überwacht das Level der einzelnen Hormone in unserem Blut“, erklärt Dr. Christian Matthai, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe mit dem Schwerpunkt Endokrinologie. „Die Hirnanhangdrüse überprüft ständig, ob die einzelnen Botenstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind. Stellt sie einen Überschuss oder Mangel fest, veranlasst sie die Drüsen, neue Botenstoffe herzustellen oder die Produktion zu drosseln.“

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