Die liebe Not mit dem Taschengeld

Sparen ist kein Ersatz für Taschengeld
Immer wieder erhalten Kinder kleine Geldgeschenke, die sie aber nicht verwenden dürfen, sondern sparen müssen. Das Geld, das in der Sparbüchse verschwindet oder als Einlage auf dem Sparbuch landet, ist für Ihr Kind nicht wirklich vorhanden, es kann nicht zur unmittelbaren Wunschbefriedigung genützt werden. Die Vorstellung für später zu sparen ist selbst noch für Schulkinder zu abstrakt, weil sie in anderen Zeitdimensionen als die Erwachsenen denken.

Beginn und Höhe des Taschengeldes
Das Taschengeld sollte weder zu niedrig noch zu hoch ausfallen, denn das Kind braucht einen gewissen Spielraum und die Höhe des Betrages darf nicht zur Überforderung führen.

Bekommen Kinder Taschengeld, lernen sie wie man vernünftig mit Geld umgeht. Sie begreifen allmählich, dass man sich nicht jeden Wunsch sofort erfüllen kann, sondern auf teurere Dinge auch sparen muss. Sobald Kinder wissen, dass man zum Einkaufen Geld braucht und mit Zahlen etwas anfangen können (zählen bis fünf, bis zehn) sollten sie Taschengeld erhalten. Die Höhe des Taschengeldes müssen sich Eltern individuell überlegen, sie hängt vom Alter des Kindes und natürlich auch stark vom Familienbudget ab.

Taschengeld gehört für den persönlichen Bedarf
Immer wieder versuchen Eltern darauf Einfluss zu nehmen, was mit dem Taschengeld gekauft wird und verhindern damit den für das Kind wichtigen Lernschritt selbst darüber zu entscheiden. Mit den Folgen ihrer Entscheidung müssen Kinder lernen fertig zu werden. So kann ein Kind die Erfahrung machen, dass die Süßigkeiten gar nicht so gut schmecken, dass das Spielzeug rasch kaputt geht, dass es lange dauert bis man wieder Geld zur Verfügung hat und dergleichen mehr. Aus diesem Grund ist es ratsam nicht mit Zuschüssen auszuhelfen. Es ist besser beim wöchentlichen Einkauf die eine oder andere Nascherei, die Sie als verträglich ansehen, mitzukaufen als eine außerordentliche Geldzuwendung zu geben.

Geld ist kein Belohnungs- oder Druckmittel
Taschengeld sollte es nicht für Wohlverhalten, Mithilfe im Haushalt oder für gute Noten geben. Das Kind erhält einen bestimmten Betrag unaufgefordert und regelmäßig (jüngere Kinder jede Woche, ältere monatlich). Taschengeld ist keinesfalls ein Erziehungsmittel, es ist auch nicht dazu da, Schulmaterial, Kleidung oder Grundnahrungsmittel zu kaufen.

Kleine Jobs bei Nachbarn oder Freunden annehmen
Ältere Kinder verdienen sich gern mal etwas dazu, indem sie kleine Aufgaben übernehmen, wie z.B. Zeitungen austragen, Babysitten, Auto waschen, einkaufen gehen, Hund spazieren führen etc. Dieses zusätzlich verdiente Geld dient zur Aufbesserung des Taschengeldes und sollte auch selbst verwaltet werden dürfen.

Vorheriger ArtikelEntspannung trainieren
Nächster ArtikelEine Viertelstunde Sport

Interessantes

- Advertisement -Jentschura

Empfehlungen