Die Kraft unserer Wälder

Bei einem Waldspaziergang werden wir von zahlreichen gesundheitsfördernden Komponenten begleitet: Allen voran bewegt man sich inmitten der Sauerstofferzeuger schlechthin. Beispielsweise setzt eine gesunde 100-jährige Buche etwa 1,7 Kilogramm Sauerstoff pro Stunde frei, was etwa jener Menge entspricht, die 50 Menschen während derselben Zeitspanne zum Atmen benötigen. „Darüber hinaus ist der Anteil an negativen Luftionen in einem gesunden Wald sehr hoch, was dem Organismus sehr zugute kommt“, weiß Univ.-Prof. Dr. Max Moser vom Institut für Physiologie an der Medizinischen Universität Graz. Finden sich in der Luft zu wenig negative Ionen – was vor allem in geschlossenen Räumen der Fall ist –, reagieren Menschen zuweilen mit Nervosität, Depressionen, Schlafstörungen, Erschöpfung, Kreislaufbeschwerden und verminderter psychischer sowie physischer Belastbarkeit. Außerdem ist es physiologisch eindeutig nachweisbar, dass wir uns bei einem Spaziergang durch den Wald erholen und entspannen.

Holz in der Wohnung. Allein: Man kann – nein, man sollte – sich Bäume auch in die eigenen vier Wände holen. Insbesondere Möbel aus Massivholz können Wunder wirken. So hat eine Forschungsgruppe rund um Max Moser im steirischen Human Research Institut 2004 herausgefunden, dass der Schlaf in einem Zirbenholzbett zu einer signifikant niedrigeren Herzfrequenzrate führt. „Im Vergleich zu einem Spanplattenbett, aber auch zum eigenen Bett (Anm.: Die Teilnehmer haben jeweils 72 Nächte in einem Zirbenholz-, einem Spanplattenbett mit Holzoptik und dem eigenen Bett geschlafen), kam es während einer Nacht im Zirbenholzbett im Schnitt zu einer Reduktion von 3.600 Herzschlägen, was einer Stunde Herzarbeit entspricht“, bestätigt Moser. Dass die Herzrate ein wichtiger Indikator für die Lebenserwartung ist, wurde unter anderem bereits in einer von 1970 bis 1995 durchgeführten Langzeitstudie festgestellt. Moser: „Eine US-Forschungsgruppe hat damals untersucht, wie viele Männer nach 25 Jahren noch am Leben waren. Es zeigte sich, dass bei jenem Viertel mit der höchsten Herzrate doppelt so viele Studienteilnehmer gestorben waren als bei jenem Viertel mit der niedrigsten Herzrate.“

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