Die Hilfe kommt an!

Zentralafrika gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Die Geburtenrate liegt bei fünf Kindern pro Frau, allerdings nur 50 % der Geburten können medizinisch betreut werden.

GESÜNDER LEBEN: Sie sind Botschafterin der Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ …
Franziska van Almsick: Ja. Für jede gekaufte Packung spendet Pampers mit Hilfe von UNICEF eine lebensrettende Impfdosis Tetanus.

GL: Wie kommt die Impfdosis an?
Almsick: Die Impfdosen kommen alle in das große Hauptlager von UNICEF nach Kopenhagen und werden von dort direkt nach Bangui, der Hauptstadt Zentralafrikas, geflogen und anschließend an die Gesundheitshäuser verteilt, die den Impfstoff wiederum an kleinere Krankenhäuser weitergeben. Die Lieferbedingungen sind meist schwierig, da die Wege sehr holprig sind. Für mich war es beeindruckend, wie viele Helfer mitarbeiten, weil alle wissen, wie wichtig es ist, dass die Impflieferung auch sicher ankommt.

GL: In Österreich ist die Tetanusimpfung selbstverständlich. Warum gilt das nicht für Entwicklungsländer?
Almsick: In der Zentralafrikanischen Republik gibt es noch ganz andere Bräuche und Sitten. Auf Hygienestandards wird kaum Rücksicht genommen. Wenn sich also gesunde Neugeborene durch mangelnde Hygiene mit dem Bakterium infizieren, dann haben sie keine Überlebenschance mehr. Viele Frauen wissen gar nicht, dass es diese Krankheit gibt. Sie merken es erst dann, wenn mindestens ein Baby an Tetanus gestorben ist …

GL: Sie waren vor Ort in der Zentralafrikanischen Republik. Hatten Sie nicht Angst in so ein unsicheres Land zu reisen?
Almsick: Ich hatte am Anfang schon ein komisches Gefühl, habe aber dann einfach UNICEF vertraut. Und ich war sehr begeistert von der Arbeit der UNICEF-Mitarbeiter vor Ort. Dies sind meist Menschen, die aus der Zentralafrikanischen Republik kommen. Ich habe mich in keiner Sekunde irgendwie bedroht gefühlt.

Frau, kinderFoto: Pampers

GL: Kommt die Hilfe aus dieser Aktion wirklich vor Ort an?
Almsick: Ja. Ich traf sehr viele Frauen, die sich impfen haben lassen. Ich habe auch den Eindruck, dass die Afrikaner ein sehr stolzes und familienorientiertes Volk sind. Und ich konnte spüren, dass es eine große Dankbarkeit für unsere Arbeit und unseren Einsatz gibt.

GL: Was hat Sie auf dieser Reise am stärksten berührt?
Almsick: Am stärksten beeindruckt hat mich die Kraft der Frauen. Sie passen auf ihre Familie auf, sie kümmern sich um ihre Kinder, sie bereiten das Essen zu. Das war wirklich sehr imponierend für mich.
Ich habe eine junge Frau kennengelernt, die hieß Natascha und war 21 Jahre alt. Sie hat drei Kinder und schon ein Kind an Tetanus verloren. Diese Mutter versucht alles, um ihre Kinder durchzubekommen. Das Wort Zukunft kennt man in Afrika nicht.

GL: Woher nehmen die Frauen ihre Stärke?
Almsick: Das ist der Überlebenswille. Sie kämpfen für sich und ihre Kinder, das müssen sie auch, weil jeder Tag eine neue Herausforderung ist, da geht es jeden Tag ums Überleben. Ich würde für meinen Sohn definitiv das Gleiche tun. Ich würde kämpfen wie eine Löwin.

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