Die Heilkraft des Geistes

Eine Krankheit – vor allem ein chronisches Leiden wie Diabetes, Parkinson, Rheuma etc. – kann vielfältige körperliche und psychische Beeinträchtigungen mit sich bringen. Eine innere Neuorientierung hilft, die Krankheit nicht nur als Belastung zu sehen, sondern auch als Chance, neue Möglichkeiten zu erkennen sowie eigene Fähigkeiten zu entdecken und zu stärken. Eine hilfreiche Methode, um konstruktiv mit den jeweiligen Gegebenheiten umgehen zu lernen, ist das Mentaltraining – also die gezielte Anwendung positiver Denkmuster, um freudvolle Aspekte im Leben zu stärken und belastende Situationen besser zu bewältigen. Dies gelingt mit ganz einfachen Übungen, die leicht in den Alltag zu integrieren sind. Einige Minuten pro Tag reichen dazu völlig aus. Hier einige Impulse, mit denen Sie mehr Wohlbefinden, Glück und Zufriedenheit in Ihr Leben bringen können – und dies schon innerhalb kurzer Zeit. Probieren Sie es aus!

1. Beantworten Sie für sich folgende Fragen:

  • Wofür kann ich heute dankbar sein?
    Sie werden erkennen, dass es an jedem Tag vieles gibt, für das wir dankbar sein können – ein nettes Gespräch, das Lachen der Kinder oder Enkeln, schöne Musik, eine wunderbare Wolkenstimmung …
  • Womit bin ich heute zufrieden?
    Denken Sie an Aspekte aus Beruf, Privatleben, Freundschaften, Familie etc. Nicht vergessen: Womit sind Sie bei und mit sich selbst zufrieden?
  • Welche neuen Möglichkeiten eröffnet mir die Krankheit?
    Vielleicht haben Sie mehr Muße als bisher, können sich mehr Ihren Lieben widmen, haben mehr Zeit für Hobbys etc.
  • Welche besonderen Stärken und Fähigkeiten habe ich?
    Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken – ganz unabhängig von Ihrem aktuellen Gesundheitszustand.
  • Womit kann ich anderen Menschen Gutes tun?
    Denn helfen und anderen eine Freude zu bereiten ist ein erster Schritt zu persönlichem Glück und Wohlbefinden
  • Was tut mir gut?
    Was hilft mir, mich zu motivieren? Energie zu tanken, zu entspannen und mich in eine gute Stimmung zu bringen? Was bringt mein Herz zum Singen?

2. Bauen Sie einen inneren „Entscheidungsschalter“ ein!
Viele Menschen neigen dazu, in quälende Grübeleien zu verfallen, z. B.: Früher war alles schöner. Was hätte ich anders machen können? Warum habe gerade ich diese Krankheit bekommen etc.? Diese Gedanken helfen in keiner Weise, die aktuelle Situation zu verbessern, sondern verderben nur die Laune. Sobald Sie merken, dass Sie in dumpfes Brüten und Grübeln geraten, sagen Sie entschlossen zu sich: „STOPP!“ Und stellen Sie sich folgende wichtige Frage: „Will ich diesen heutigen, einzigartigen und unwiederbringlichen Tag meines Lebens mit nutzlosen Grübeleien unglücklich verbringen – oder glücklich mit schönen Erlebnissen?“ Wenn Sie sich für die zweite Variante entscheiden, lautet die nächste Frage: „Wie kann ich mich heute glücklich machen, was fällt mir Schönes ein, das ich machen kann?“ Und das sollten Sie möglichst gleich in die Tat umsetzen!

3. Setzen Sie Prioritäten!
Viele Menschen neigen dazu, nie mit sich zufrieden zu sein und sich ständig zu überfordern. Hier ist es hilfreich, am Tagesbeginn eine Liste mit allen Aufgaben anzulegen, die zu erledigen sind. Im Anschluss daran setzen Sie Prioritäten und ordnen Sie Ihre „Tagesordnungspunkte“ nach folgenden Kategorien: „Unbedingt notwendig“, „Wichtig“, „Weniger wichtig“ und „Muss nicht unbedingt sein“. In die Kategorie „Unbedingt notwendig“ planen Sie immer einen Punkt ein, mit dem Sie sich persönlich Gutes tun oder eine Freude machen. Dann erledigen Sie Ihre Aufgaben möglichst nach dieser Reihenfolge und haken Sie ab, was Sie geschafft haben. Sie werden am Abend erstaunt sein, was alles erledigt ist, und stolz auf sich sein!

4. Ändern Sie Ihren Blickwinkel!
Ob im Haushalt oder im Job – die Arbeit wächst wie Unkraut laufend nach. Wenn wir immer nur darauf schauen, was wir alles zu erledigen hätten, werden wir mit unseren Aufgaben nie fertig. Daher: Wenn Sie etwas erledigt haben – ob zur Gänze oder nur einen Teil einer geplanten Aufgabe – und Sie sind müde oder haben nicht mehr genug Zeit für den Rest, dann belassen Sie es dabei. Sagen Sie zufrieden zu sich: „Was getan wurde, ist fertig!“ Und gönnen Sie sich eine wohlverdiente Pause oder einen erholsamen, freudvollen Tagesausklang.

Mir geht es richtig gutBuchtipp: Mir geht es gut

Wir können lernen, das Beste aus jeder Lebenssituation zu machen – durch die Kraft unserer Gedanken. Wenige Minuten Gedankentraining pro Tag reichen, um Krisen, Belastungen und Krankheiten leichter zu bewältigen und die Lebensfreude zu steigern. Die Autorin hat speziell für chronisch Kranke und ihre Angehörigen einfache Übungen für jedes Lebensumfeld zusammengestellt. Bewährte Tipps und einprägsame Kurzgeschichten veranschaulichen, wie wir positive Aspekte unseres Lebens verstärken und unsere Fähigkeiten unterstützen können. Auf der CD finden Sie eine entspannende Meditation und eine stärkende Gedankenreise.
Dr. Monika Steinmaßl-Wirrer, Übungsbuch (60 Seiten) + Audio-CD (77 Minuten), 19,80 Euro exkl. Versandkosten, erhältlich per Mail: msw@mit-starken-worten.at oder Tel. 0664/441 44 18

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