Die Birne: süß, saftig und wertvoll

Die Birne gehört so wie der Apfel zu den Kernobstgewächsen aus der Familie der Rosengewächse. Die nahe Verwandtschaft zwischen Apfel und Birne ist auch am gleichen Bau der Früchte erkennbar: In der Mitte das aus fünf Fächern bestehende Kerngehäuse, darum das Fruchtfleisch und als Hülle eine dünne Schale. 

Foto: Keith Weller/Public Domain

Die Gute Luise

Den Ursprung der Kulturbirne – von den Botanikern als Pyrus communis L. bezeichnet – vermutet man in Persien, von wo sie über Anatolien und Griechenland schon um 1.000 v.Chr. zu den Römern gelangte. Heute existieren weltweit schätzungsweise über 2.500 Sorten. Zu den beliebtesten Birnensorten zählen: Kaiser Alexander, Comice, Conference, Packham, Gute Luise und Williams Christ.
 
Je nach Verwendungszweck unterscheidet man Tafelbirnen, die zum direktem Verzehr und zur Zubereitung geeignet sind, und Mostbirnen, die wegen ihres sauer-herben Geschmacks für die Most- und Schnapsherstellung verwendet werden. Daneben gibt es in Europa auch noch Wildformen wie die Wildbirne (Pyrus pyraster L.) und die Holzbirne (Pyrus achras), deren kleine gerbstoffreiche Früchte stark zusammenziehend schmecken. Im Vergleich zum Apfel haben Birnen im heimischen Obstbau eine relativ geringe Bedeutung, da die Birne meist zeitiger im Frühjahr blüht und somit in der Blüte frostgefährdeter ist. Einheimische Birnen sind im Spätsommer bis Anfang Oktober auf dem Markt.
 
Beim Einkauf beachten
Birnen werden hart geerntet und transportiert, da genussreife Birnen sehr druckempfindlich und nicht lange haltbar sind. Bei Zimmertemperatur reifen sie sehr schnell nach. Beim Einkauf sollten Birnen nicht zu weich, glatt und ohne Druckstellen sein. Weiche Birnen mit braunen Flecken sind überreif. Zuhause sollten Birnen nicht gemeinsam mit Äpfeln oder Bananen in der Obstschale gelagert werden, da all diese Früchte das Gas Ethylen ausscheiden, welches die Reifung beschleunigt.
 
Kulinarische Tipps
Birnen werden gerne roh gegessen. Wegen ihrer Süße und Saftigkeit sind sie auch sehr gut für Desserts und Kuchen geeignet. Eingekocht und als Birnenkompott sind sie mehrere Monate lang haltbar. Da Birnen kaum Säure enthalten, vertragen sie sich gut mit geschmacksintensiven Gewürzen wie Zimt, Nelken oder Ingwer. Getrocknete Birnen, die Kletzen oder Hutzeln, verwendet man in Österreich und Süddeutschland für ein typisches Weihnachtsgebäck, das Kletzenbrot.
 
Beim Rohverzehr sollten Birnen nicht geschält werden, da sich ein Großteil ihrer wertvollen Inhaltsstoffe dicht unter der Schale befinden. Nennenswerte Mengen der Vitamine A, B1, B2 und C, der Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Magnesium und von Ballaststoffen machen die Birne ernährungsphysiologisch wertvoll. Birnen besitzen eine darmregulierende Wirkung.

Quelle: Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit
Link: www.lebensmittelnet.at

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