Die besten Hausmittel bei Erkältungen

Die Nase rinnt, der Rachen kratzt, die Glieder schmerzen. Manchmal gesellt sich auch ein ballonkopfartiges Gefühl dazu. Gerade in der kalten Jahreszeit sind diese Symptome unsere treuen, aber umso lästigeren Wegbegleiter. Sie lassen unsere inneren Alarmglocken läuten und uns wissen, dass wohl eine Erkältung im Anmarsch ist. Rasche Linderung ist daher das Gebot der Stunde. Mit den richtigen „Erste-Hilfe-Maßnahmen“, die wir Ihnen vorstellen, wird sie auch rasch erzielt.

Wodurch entsteht eine Erkältung? Oft ist der Schnupfen das erste Anzeichen für eine Erkältung. Auslöser ist ein Cocktail aus verschiedenen Viren – meistens Rhino-, Adenooder Coronaviren –, die sich im Luftstrom der Atemluft bzw. in feinen Tröpfchen befinden. Die nur 15 bis 300 Nanometer winzigen Quälgeister werden beim Husten und Niesen ausgestoßen und befallen dann die oberen Atemwege wie Nase, Rachen, Luftröhre und Bronchien. Die Erkrankung kann sich auch auf einen der Bereiche – wie beispielsweise die Nase beim Schnupfen – beschränken. In diesem Fall rötet sich die Nasenschleimhaut und schwillt an. Die Schleimdrüsen produzieren in weiterer Folge den vermehrten wässrigen, später schleimigen Ausfluss. „Eine eindeutige Erklärung für die Entstehung eines grippalen Infekts gibt es aber nicht“, betont Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze vom Institut für Sozialmedizin in Wien. Wohl aber, warum Erkältungen gerade in den Herbst- und Wintermonaten auftreten. „Einerseits werden die Schleimhäute durch Kälte und trockene Heizungsluft empfindlicher und andererseits wird die Wahrscheinlichkeit der Tröpfchenübertragung größer, je enger wir Menschen zusammenrücken. Und das tun wir ganz automatisch, wenn es draußen kalt ist“, so Kunze weiter. Wird dann auch noch in der überfüllten Straßenbahn, im Büro oder in der Schule gehustet, geniest und geschneuzt, ist es selbstredend, dass wir vor den Viren nicht gefeit sind. Kälteeinwirkung an sich führt aber nicht, wie man aus dem Begriff ableiten könnte, zu einer Erkältung. „Vielmehr liegen die Ursachen des Virusinfekts in einer mangelhaft vorhandenen Abwehrkraft unseres Organismus“, erklärt Dr. Wolfgang Graf, Allgemeinmediziner aus Wien. Diese Immunschwäche ist durch mehrere Faktoren wie beispielsweise vitaminarme Ernährung, belastende Lebenssituationen, Tabakkonsum, zu wenig sportliche Aktivität und Schlaf oder auch falsche Kleidung bedingt. Gerade der letzte Punkt ist nicht zu unterschätzen: Wenn man sich aus Angst vor einer Erkältung so warm in Pullover und Daunenjacke einpackt, dass die Haut ständig durch Schweiß durchfeuchtet ist, wird statt der erwünschten Erwärmung eine Abkühlung des Körpers erreicht. Die häufige Folge dieses vorausgegangenen Wärmestaus: eine Erkältung. Wer sich hingegen direkt der Kälte aussetzt, ohne vorher geschwitzt zu haben, setzt sich diesem Krankheitsrisiko nicht so stark aus. In puncto Kleidung gilt also: Ziehen Sie sich so wenig an, dass Sie nicht zum Schwitzen kommen, aber so viel, um nicht zu frieren.

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