Der Wacholder stärkt das Immunsystem

Auf den habe ich schon immer gerne hingesehen. Schließlich bot er meinen speziellen Freunden, den Singvögeln, im Winter eine Zufluchtsstätte, wenn der Sperber bei seinem Beutezug auch das nahe Futterhäuschen inspizierte. Im Sommer wiederum waren es Grasmücken und Bluthänflinge, die in dem dichten Gezweig gerne ihre Nester bauten, um ihre Jungen darin aufzuziehen. So ist der Wacholder für mich ein Sinnbild des Schutzes und der Geborgenheit. Und das ist in Zeiten einer Pandemie wohl nicht zu verachten.

Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) zählt zu den Zypressengewächsen. In der Naturheilkunde schätzt man vor allem seine Früchte, die für gewöhnlich als Beeren bezeichnet werden. Das stimmt aber so nicht ganz. Denn genau genommen handelt es sich wie bei den verwandten Arten auch um Zapfen, deren Schuppen jedoch aus Fruchtfleisch bestehen, die miteinander zu einem Mantel verwachsen, der den Samen umgibt und schützt. Diese Zapfenbeeren sind wiederum bei den schon erwähnten Vögeln und hier speziell bei Drosseln sehr begehrt, die ihrerseits über die Verdauung für die Verbreitung des Wacholders sorgen.

Apropos Verdauung: die Wacholderbeeren gelten seit eh und je als ein gutes Gewürz für Fleischspeisen und Gemüse. Man verwendet sie auch beim Einmachen von Gemüse und beim Einpökeln von Sauerkraut. Ätherische Öle, pflanzliche Säuren und Gerbstoffe tragen dazu bei, dass unser Immunsystem gestärkt wird. Ab und zu sollte man deshalb ein paar getrocknete Wacholderbeeren kauen! Vorsicht ist diesbezüglich nur bei all jenen geboten, die angeschlagene oder erkrankte Nieren haben, die dadurch zu sehr gereizt werden könnten.

Um wiederum gegen Altersjucken etwas zu unternehmen, bereitet man sich eine geeignete Einreibung zu. Dafür nimmt man 3 volle Esslöffel zerquetschte Wacholderbeeren und übergießt sie in einem Weißglasgefäß mit 1/4 Liter kalt gepresstem Olivenöl. Verschlossen 14 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Dann abseihen, auspressen und noch extra filtrieren. Lichtgeschützt und kühl in braunen Glasfläschchen aufbewahren. Dieses Wacholderbeeren-Öl ist übrigens auch für Massagen gut geeignet, weil es die Haut stärkt und widerstandsfähiger macht. Mit dem Reisig des Gewächses, das man gut mit Wasser bedeckt ein paar Stunden bei Sparflamme in einem geeigneten Topf aufkocht, lässt sich ein Badezusatz anrichten, den man bei Rheuma und Gicht als hilfreiche Maßnahme in Anspruch nehmen kann.

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