Das Schreiende Baby

Wenn das Baby schreit, gilt es zuerst die Ursache dafür zu ergründen, damit man gezielt Abhilfe schaffen kann.

Die häufigste Ursache des Schreiens sind Hungergefühle, wobei gestillte Babys in der Regel schneller wieder Hunger haben als Flaschenbabys. Oft brauchen Babys Brust oder Schnuller auch als Beruhigungsmittel, an dem sie nuckeln können, um dann meist zufrieden einzuschlafen. Gerade in den ersten 3 Monaten leiden sehr viele Babys unter Blähungen, die unter der Bezeichnung „Drei-Monats-Koliken“ bekannt sind. Besonders nachmittags und abends scheinen Babys davon betroffen zu sein, längeres Schreien ist während dieser Zeit durchaus üblich. Auch Reizüberflutung tagsüber (z.B. zu viele Besucher, zu viele neue Eindrücke) kann das Schreien verstärken. Das Baby ist übermüdet und überfordert, kann jedoch nicht einschlafen.

Ein anderer Grund für das Schreien des Babys ist die Sehnsucht, möglichst viel und oft Haut- und Blickkontakt mit einer seiner Bezugspersonen aufzunehmen, Säuglinge schreien förmlich nach Nähe und Körperkontakt.

Wenn Ihr Kind über einen längeren Zeitraum regelmäßig länger als drei Stunden in einem durch schreit, so könnte es sich um ein so genanntes Schreibaby handeln. In diesem Fall wenden Sie sich an eine spezielle Schreiambulanz.

Wie verhalte ich mich am besten, wenn mein Baby schreit?

Kinder sollte man nicht einfach schreien lassen um ihnen das Brüllen abzugewöhnen. Das Kind würde irgendwann zwar erschöpft einschlafen, wäre aber frustriert und verzweifelt.

Sinnvoller ist es, das Kind während der Schreiphasen eine begrenzte Zeit zu beruhigen (fünf bis zehn Minuten), es dann aber hinzulegen. Keinesfalls sollte das Kind um jeden Preis und stundenlang getröstet werden, da es sonst nicht lernt, sich selbst zu beruhigen und unter Umständen sogar noch mehr erregt wird. Halten Sie sich dabei in seiner Nähe auf und geben Sie ihm zu verstehen: „Ich helfe dir, wenn du mich brauchst“.

Die Koliken und damit verbundene Schreiphasen hören meist spätestens im dritten oder vierten Lebensmonat entwicklungsbedingt von selbst auf.

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Autor: Mag. Barbara Khalili-Langer, Mag. Dr. Sandra Miessenböck

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