Das Geheimnis ewiger Liebe

Wir werden von klein auf vom Wunsch angetrieben, DEN einen Menschen zu treffen. Den Menschen, für den man, wie man so schön sagt, geboren wurde. Mit dem man bestimmt ist, sein Leben zu verbringen. Gemeinsam eine Zukunft aufzubauen. Gemeinsam alt zu werden.

Kein Kinderspiel. Aber die Zukunft ist lang. Eine Beziehung, die anfangs so vielversprechend begonnen hat, kann nach Jahren zur Bewährungsprobe werden: Der Alltagstrott schleicht sich ein, die eine oder andere Macke des Partners, die man zu Beginn noch so anziehend fand, nervt nur noch. Die Schmetterlinge im Bauch weichen einer Vertrautheit, die schön ist, aber auch zum langweiligen Beziehungskiller werden kann. Eines ist klar: Eine Beziehung ist kein Kinderspiel, sondern harte Arbeit. Die Suche nach dem Geheimnis der Liebe führt zu extravaganten Schauplätzen (der Seele, aber auch des Körpers), lässt den menschlichen Charakter neu entdecken und widerlegt dabei das eine oder andere Vorurteil. Eines gleich vorweg: So leicht lässt sich das Geheimnis der ewigen Liebe nicht lüften. Aber man kann versuchen, sich diesem anzunähern. Indem man sich umhört, was andere zu sagen haben, wenn sie beschließen, auf „Liebes-Reise“ zu gehen.

Den Alltag spannend gestalten. Das A und O für glückliche Beziehungen: Der Alltag darf nicht zur Routine werden, auch der 10. Jahrestag muss gefeiert werden, als wäre es der erste. „Es kommt auf unser Wissen und unsere Fähigkeit an, die Liebe lebendig zu halten“, betont Hans Jellouschek in seinem Bestseller „Liebe auf Dauer“. Mini-Rituale (z. B. Post-it’s am Morgen, eine romantische SMS täglich), die in den Alltag eingestreut werden und immer wieder mit viel Fantasie und Leidenschaft erneuert werden, lässt Partner auch in stressigen Zeiten nicht neben- sondern miteinander leben. Das funktioniert auch und besonders in Zeiten von Social Networks: Journalistin Tessa Bücker plädiert in der deutschen Zeitschrift „Wired“ für die romantischen Seiten von Facebook & Co: „Nach dem Abschiedskuss am Morgen sorgen Gadgets und soziale Netzwerke für zahllose Berührungspunkte fern der Haut, die Liebende untrennbar zusammenschweißen. Die offene Kommunikation von Geistesblitzen und Gefühlen bieten vor allem eine Chance: den anderen besser zu verstehen.“ Wenn es nach US-Psychologen Arthur Aron geht, bedarf es allerdings mehr als Facebook-Nachrichten, um die Liebe aufrecht zu erhalten. Im Rahmen einer Studie fesselte er Paare aneinander und ließ sie einen Hindernisparcours bewältigen – oder er verordnete Pärchen über mehrere Wochen hinweg, gemeinsam aufregende Unternehmungen wie Bergsteigen, Skifahren oder Konzertbesuche nachzugehen. Die Paare fühlten sich einander nach diesen Aufgaben viel näher! Der Grund: Das ausgeschüttete Stresshormon Adrenalin wühlt Gefühle auf und lässt Schmetterlinge im Bauch entstehen. Für Arons Kollegin Helen Fisher ist das Hormon Dopamin, das euphorische Gefühle auslöst, für die ewige Liebe verantwortlich: „Neues, Spannendes und Aufregendes zu unternehmen lässt den Dopamingehalt steigen und bringt die Leidenschaft auf Trab!“. Also, gestalten Sie Ihre Freizeit gemeinsam mit Ihrem Partner!

Emotionale Wärme und gutes Aussehen. Sozialpsychologin Elke Rohmann von der deutschen Ruhr-Universität Bochum kam nach umfassenden Studien mit 387 Personen zum beruhigenden Ergebnis, dass gutes Aussehen des Partners für eine glückliche Beziehung nicht so relevant ist wie oftmals angenommen. Vielmehr komme es auf jene Aspekte an, die dem Gegenüber direkt vermittelt werden, wie zum Beispiel emotionale Wärme. Dies vermittelt ein Gefühl der Sicherheit. Trotzdem: Das äußerliche Erscheinungsbild zu vernachlässigen, wirkt sich in den meisten Fällen negativ auf die Beziehung aus. Eine Studie des Psychologen Alan Feingold von der US-amerikanischen Yale University ergab: Wir empfinden attraktive Menschen als sozial kompetenter, klüger, selbstsicherer, ausgeglichener und leidenschaftlicher. Dies geht auf die Hormone Testosteron und Östrogen zurück. Je mehr das Äußere des Gegenübers etwas über seine Fortpflanzungsfähigkeit aussagt, desto mehr finden wir ihn attraktiv. Muskeln und ein kantiges Männergesicht weisen auf einen hohen Testosteronspiegel hin, Östrogene führen zu vollen Lippen, glatter Haut und weiblichen Rundungen – und signalisieren so Fruchtbarkeit. Übrigens: Während des Eisprungs werden die weiblichen Gesichtszüge ebener und der Körper proportionierter.

Vorheriger ArtikelIss dich glücklich!
Nächster ArtikelDie neue Yogaschule

Interessantes

- Advertisement -Jentschura

Empfehlungen