Chmelar: So ließ ich die Kilos purzeln!

Vielen ist Dieter Chmelar noch als „Dancing Star“ in Erinnerung. Dort hat er sich wacker geschlagen, trotz nicht ganz perfekten Rhythmusgefühls und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen. Damals erzählte der beliebte Moderator, Kabarettist und Journalist höchst erfreut vor laufenden Kameras, dass durch das Tanztraining bereits das eine oder andere Kilo gepurzelt sei. Und er glaubte, das Gewicht wie von selbst halten zu können. Also lebte er weiter wie bisher: gutes Essen in großen Mengen, wenig Sport. Und die Kilos kamen zurück …

Der Gesundheit wegen. „Eine naive Einstellung“, schüttelt Chmelar im Gespräch mit GESÜNDER LEBEN den Kopf. Das Umdenken kam kurz vor seinem 55. Geburtstag, als die Waage 118 Kilogramm anzeigte. Das ist auch für einen 1,92-Meter-Hünen wie Chmelar zu viel. „Also wünschte ich mir was zum Geburtstag: Nur noch doppelt so viele Kilos zu haben wie Lebensjahre.“ Der ausschlaggebende Faktor war aber, wie Chmelar augenzwinkernd zugibt, seine Frau. „Sie sagte zu mir, dass sie mich noch länger bei sich haben möchte. Und dass wir uns zu Beginn unserer Ehe, als ich noch dreißig Kilogramm leichter war, nähergestanden hätten.“ Dass er zu viele Kilos hatte, merkte Chmelar im Alltag: Das Zubinden der Schuhe war mühsam, das Treppensteigen anstrengend. Auch die Blutwerte waren besorgniserregend. „Man sagte mir, dass ich kurz davor war, an Diabetes zu erkranken“, erinnert sich Chmelar. Das öffnete ihm die Augen, die Gesundheit musste wieder auf Vordermann gebracht werden.

Abnehmcoach. Alleine abnehmen war für Chmelar keine Option. „Ich bin ja nicht nur faul, sondern auch ein Genussmensch!“, lacht er. Also suchte er Hilfe – und fand sie beim Internet-Abnehmcoach KiloCoach (www.kilocoach.com). Das Prinzip ist einfach, wenn auch nur für Computer-affine Personen gedacht: Das Programm ermittelt anhand der Körperdaten einen persönlichen Tages-Kalorienwert, der nicht überschritten werden sollte. Zudem führt man ein Ernährungs- und Bewegungsprotokoll. Eine Kalorienuhr hilft, den optimalen Überblick zu behalten. Das Faszinierendste für Chmelar: Diese Uhr lässt sich zurückstellen, man kann mittels Bewegung Kalorien zurückholen. Beispiel: Will man sich abends ein Glas Bier gönnen, ist zuvor 30 Minuten Laufen oder Radfahren angesagt. Das Programm errechnet die verbrauchten Kalorien und dreht die Kalorienuhr zurück, was motivierend wirkt.

Avocado statt Butter. Chmelars Ziel: acht Kilo in acht Wochen abzunehmen. Seine tägliche Grenze: 1.800 Kalorien. Die ersten Tage waren hart, gibt er zu, besonders, weil er sein Abnehm-Projekt kurz vor Weihnachten startete. Da häufen sich natürlich die Einladungen. „Alkohol ist eine österreichische Folklore“, ärgert sich Chmelar. „Lehnt man ab, wird das als Beleidigung verstanden. Aber natürlich ist es auch schwer, all dem guten Essen zu widerstehen.“ Er schaffte es doch – vor allem auch, weil er entdeckte, wie gut (und vor allem sättigend) gesundes Essen ist. „Ich habe sehr stark auf Fisch umgestellt. Statt Butter kreierte mir meine Frau einen wunderbaren Avocado-Aufstrich. Und es muss nicht immer etwas Paniertes sein. Das Geheimnis bei jeder Mahlzeit ist, gut zu würzen“, lacht er.
Eine Qual war die Umstellung beim Essen nicht – weil er auf nichts verzichten musste. So ist es für Chmelar zur Gewohnheit geworden, sich Kalorien mittels Bewegung „zurückzuholen“. Eine Runde Sport, dafür die eine oder andere Süßigkeit. Die Liebe hat Chmelar, der in Wien wohnt, vor allem zum Radfahren und zum (schnellen) Spazierengehen mit seiner Hündin entdeckt: „Man lernt die Stadt vollends neu kennen!“ Auch, wenn das Gewicht kurzzeitig stillstand, die Mischung aus bewusster Ernährung und Sport ließ die Kilos schnell purzeln. Und tatsächlich: Nach zwei Monaten nur noch 110 Kilogramm! „Ich bin weit davon entfernt, Unterhosen-Model zu werden!“, lacht Chmelar. „Aber ich fühle mich rundum wohl. Mein Immunsystem ist gestärkt, meine Blutwerte haben sich drastisch verbessert, meine Hose passt mir wieder. Auch mein soziales Umfeld bewunderte meine frische Ausstrahlung.“

Schokolade und Radfahren. Chmelars Bauchumfang hat sich um sieben Zentimeter verringert, was uns auch beim Interview auffällt. Er strahlt übers ganze Gesicht. Chmelar hat sich fest vorgenommen, seinen neu gewonnenen gesunden Lebensstil beizubehalten, worauf besonders seine Frau („Ohne sie hätte ich es nicht geschafft!“) streng achtet. Zur Arbeit wird geradelt, am Tag gesünder gegessen. Zum Interview gönnt er sich dann aber doch eine heiße Schokolade. „Muss ich mich halt heute noch aufs Rad schwingen!“

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