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Gesundheit und Vitalität

Das Kreuz mit dem Kreuz

Volksleiden Nummer Eins: 2,6 Millionen Österreicher kennen Kreuzschmerzen. Doch gut informierte Patienten können aktiv dagegen ankämpfen.
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So schaffen Sie es!

Die „einzig wahre“ Methode, mit dem Rauchen aufzuhören, gibt es nicht. Damit Ihr Rauchstopp keine Eintagsfliege wird, hat Gesünder Leben für Sie einen Überblick der gängigsten Verfahren zusammengestellt.
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Magen-Darmtrakt: Unterschätztes System

Verdaut. Denkt man an Ernährung und damit zusammenhängende Organe, so fallen einem zuallererst Magen und Darm ein. Kein Wunder, ist der Magen-Darmtrakt – nach Mundhöhle und Speiseröhre – das erste Organsystem, das mit der Nahrung in engen Kontakt tritt. Zudem ist der Darm – und das wissen die wenigsten – das größte Abwehrorgan des Körpers, hier befinden sich die meisten Immunzellen. Ist dieses Organsystem jedoch gestört, können mannigfaltige Erkrankungen resultieren: von harmlosen Blähungen über das schwer zu fassende Reizdarmsyndrom bis hin zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Darmkrebs. Es zahlt sich daher aus, auf den Darm und seine "Bewohner" zu achten.

Herz-Kreislauf: Sensibles System

Bedrohlich. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in den westlichen Industrieländern die Haupttodesursache. Mit über 50 % machen sie den Löwenanteil an der Gesamtmortalität aus, gefolgt von Krebserkrankungen mit rund 25 %. Zu den etablierten, nicht beeinflussbaren Risikofaktoren zählen Alter, Geschlecht und familiäre Belastung. Beeinflussbar dagegen sind die Risikofaktoren Hypertonie, Hypercholesterinämie, Nikotinabusus und Diabetes mellitus. Auch Übergewicht gilt als unabhängiger, eigenständiger Risikofaktor. Nachdem die genannten Faktoren aber nur einen Teil der Erkrankungen erklären können, scheinen noch weitere, derzeit unbekannte, Risikofaktoren zu existieren. Ein potenzieller "Kandidat" hierfür ist ein erhöhter Homocysteinspiegel.

Osteoporose: Starke Knochen werden schwach

Knochenklau. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO ist Osteoporose eine systemische Skeletterkrankung, die durch niedrige Knochenmasse und Verschlechterung der Mikroarchitektur gekennzeichnet ist. Als Folge davon kommt es – insbesondere ab einem Alter von etwa 65 Jahren – zu einer sprunghaften Zunahme der Kochenbrüchigkeit und einem erhöhten Frakturrisiko, typischerweise Oberschenkelhalsbrüche. Konkrete Angaben zur Prävalenz in Österreich liegen nicht vor. Man schätzt, dass im Schnitt jede dritte Frau und jeder sechste Mann über 50 Jahren daran erkrankt.

Diabetes: Hochschaubahn Blutzucker

Zuckerkrank. Zuviel Zucker im Blut kann jede Menge Schäden anrichten. Vor allem, wenn hohe Blutzuckerspiegel lange Zeit unerkannt bleiben oder nicht ernst genommen werden. Insbesondere Typ-2-Diabetes besteht meist schon mehrere Jahre, bevor er diagnostiziert wird, und damit steigt die Wahrscheinlichkeit von Spätschäden: Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Netzhautschäden bis zur Erblindung, Fußamputationen und Nierenschäden. Keine schönen Aussichten.

Krebs und Ernährung: Großes Potenzial

Präventiv. Ernährungsgewohnheiten spielen insbesondere bei der Entstehung und Prävention von Krebserkrankungen eine wesentliche Rolle. Man schätzt, dass etwa ein Drittel aller Krebsfälle mit Ernährung in Zusammenhang stehen. Wenn auch von der Wissenschaft bereits einige Nahrungsinhaltsstoffe als eindeutig krebsauslösend erkannt wurden, so sind dennoch viele Zusammenhänge zwischen Krebs und Ernährung noch unerforscht. Was die Ernährungstherapie bei bestehenden Krebserkrankungen angeht, so kommt der Erhaltung der Stoffwechselfunktionen und vor allem der Lebensqualität eine bedeutende Rolle zu. Spezielle "Krebsdiäten", die als Therapie eingesetzt werden könnten, gibt es jedoch – trotz gegenteiliger Behauptungen diverser Populärmedien – nicht.

Zahngesundheit: Knackpunkt Mundhygiene

Plombiert. Karies ist wahrscheinlich die am weitesten verbreitete Zivilisationserkrankung. In Österreich leidet praktisch jeder Erwachsene und jedes dritte Kind unter Karies, und Kinder im Volksschulalter weisen im Schnitt bereits mehr als zwei kariöse, ausgefallene oder gefüllte Zähne auf. Eine gründliche Zahnpflege ist der wichtigste Einflussfaktor auf die Zahngesundheit gefolgt von adäquaten Ernährungsgewohnheiten, wobei hier bereits der fetalen Phase und dem Säuglingsalter große Bedeutung zukommt. Im Zusammenhang mit der Kariesenstehung sind übrigens nicht nur niedermolekulare Kohlenhydrate von Belang, auch Fruchtsäuren können wesentlich zur Kariesentwicklung beitragen.

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