Blümen Sie nun auf!

Nach dem tristen Grau des Winters, den Ausgangsbeschränkungen durch Covid-19, bringt der Frühling wieder Farbe ins Spiel. Endlich! Denn Farbe macht fröhlich. Wenn Baumkronen aussehen wie zartrosa Wattewolken, Wiesenblumen hübsche Farbkleckse über Felder streuen und sich vor unserer Haustür zarte Knospen in prächtige Blüten verwandeln, lacht das Herz. Und zwar nachweislich. Unzählige Studien haben nachgewiesen, dass der Anblick bunter Blumensträuße die Stimmung hebt – und sogar gegen depressive Verstimmungen helfen kann.

Flower-Power für die Haut
Blüten, Knospen und Co können aber noch mehr. Sie machen nicht nur glücklich, sondern vor allem auch schön. Kein Wunder, dass florale Essenzen bereits seit Jahrhunderten für die Herstellung von Cremes, Masken und anderen Schönheitselixieren verwendet werden. Gründe dafür gibt es viele. Zum einen freut sich vor allem empfindliche Haut über die reine Natürlichkeit floraler Produkte. Keine Zusatzstoffe, keine Farbstoffe und auch sonst keine Chemie: Das ist Balsam für sensible Hauttypen. Zum anderen nutzt florale Kosmetik die besondere Widerstandskraft bestimmter Pflanzen, um auch die Haut abwehrfähig und vital zu machen. Manche Blumen sind wahre Meister darin, selbst den widrigsten Umständen zu trotzen. Ob Eis oder Schnee, viel oder wenig Niederschlag, steinharte Felsregionen oder trockene Wüsten: Es gibt kein Fleckerl auf der Erde, wo kein zartes Pflänzchen keimt. Forscher fanden heraus, dass es manchen Blumen sogar gelingt, Umweltbelastungen wie Smog und Ozon zu filtern, um gesund und wunderschön gedeihen zu können.

Von der Wiese in den Tiegel
Gelingt es, die Power-Stoffe der Pflanzen in Kosmetika zu integrieren, steht auch unserer Schönheit nichts mehr im Wege: Wir blühen auf! Doch leider ist genau das gar nicht so einfach. Die Aufbereitung floraler Rohstoffe ist eine echte Herausforderung. Um die reine Pflanzenessenz, also das höchste Wirkstoffkonzentrat einer Pflanze, zu gewinnen, braucht es extrem aufwendige Verfahren. Beispielsweise müssen manche Blüten für einen langen Zeitraum in Öl gelagert werden, damit sich ihre Wirkstoffe lösen und abgeschöpft werden können. Andere Blüten müssen über Tage in einem Wasserbad aufquellen, ehe sie ihre Wirkstoffe freigeben. Anschließend bedarf es einer speziellen Filtration, um die gewonnenen Essenzen zur Weiterverarbeitung verwendbar zu machen. Wieder andere Verfahren pressen heißen Wasserdampf durch die empfindlichen Blüten, um dadurch den Anteil ätherischer Öle aus der Pflanze zu extrahieren. Aber auch wenn die Pflanzenessenzen erfolgreich gewonnen wurden, nehmen die Herausforderungen kein Ende. So dürfen bei der Verarbeitung beispielsweise bestimmte Temperaturen nicht überschritten werden, um die sensiblen Rohstoffe nicht zu zerstören. Auch Licht kann schädlich auf die empfindlichen Essenzen wirken. Und so weiter.

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