„Blicken wir über den Tellerrand!“

Zehn Jahre lang war sie Österreichs schönste – und bekannteste – Wetter-Lady: Mit Charme, Souveränität und vor allem viel Liebe zu ihrem Beruf verkündete Isabella Krassnitzer Montag bis Freitag in der „ZiB“ strahlenden Sonnenschein, stürmische Regenschauer oder föhnige Windböen. Heute moderiert Krassnitzer u. a. Sendungen auf „Radio Tirol“ und begleitet die Hörer bei ihrem Start in den Tag. „Die gute Stimmung, die ich dabei zu verbreiten versuche, färbt auch auf mich ab!“, lacht sie gut gelaunt beim Interview mit GESÜNDER LEBEN. Überhaupt lacht die Moderatorin viel, wenn sie spricht – und beweist damit, dass sie eine waschechte „Tiroler Frohnatur“ ist.
Wobei: Eigentlich bezeichnet sich Krassnitzer als „Globetrotterin“, wäre am liebsten in ganz Europa zu Hause. Reisen ist nämlich ihre große Leidenschaft – weshalb sie im Gespräch auch mit vielen Tipps aufwarten kann …

GESÜNDER LEBEN: Sie sind bereits seit 20 Jahren Moderatorin – und das immer noch mit Herz und Seele. Was gefällt Ihnen so gut an diesem Beruf?
Isabella Krassnitzer: In diesem Beruf hat man direkten Kontakt mit den Menschen und man kann Begeisterung und Lebensgefühl zusammen mit Botschaften und wissenswerten Informationen vermitteln. Im Radio kommt dazu, dass man die Laune heben kann und den Hörern mit einer frischen, fröhlichen Stimme den Tag leichter macht. Ich bekomme immer wieder Feedback von Hörern, dass sie gut drauf sind, wenn sie meine Stimme hören. Wenn mir das an manchen Tagen gut gelingt, ist mein Ziel schon erreicht. Als Radio-Moderatorin sorge ich für Wohlbefinden, gute Laune und einen besseren Start in den Tag. Das macht Spaß.

GL: Sie sind in Klagenfurt geboren, in Tirol aufgewachsen, haben zwischendurch in Wien gelebt und wohnen nun seit geraumer Zeit wieder in Tirol. Wieso?
Tirol ist einfach meine Heimat. Aber wenn ich mich in verschiedenen Wohnungen ausbreiten könnte,  dann wäre meine Heimat Europa: In Paris durch die Museen streifen, in Barcelona ausgehen, in der Mailänder Scala Musik genießen und in Marseille Gewürze kaufen. Natürlich habe ich einen starken Bezug zu Tirol: Ich liebe die Berge, die Landschaft, die Natur und die etwas herben Älpler, die einem nicht so schnell Vertrauen schenken. Innsbruck ist ein süßes kleines Stadterl, aber Wien fehlt mir, wenn ich länger nicht dort war. Abwechslung ist das Zauberwort! Ich war immer schon und bin noch immer eine Reisende. Reisen ist meine große Leidenschaft, auch deshalb hat mir das Geografiestudium so viel Spaß gemacht. Tirol ist ein echtes Schatzkisterl, und ich verstehe es, wieso so viele Gäste hierherkommen, weil Tirol einfach wunderschön ist. Trotzdem halte ich es für wichtig, auch über den Tellerrand zu blicken und Kulturen in anderen Ländern Europas und der Welt verstehen zu lernen.

GL: Sie haben immer schon das Reisen geliebt?
Ja. Ich bin mit meiner Mama groß geworden und auch sie ist mit mir immer schon herumgetingelt: Ich bin zwar in Kärnten geboren, habe aber in München, Mannheim und Meran gelebt, bevor ich nach Innsbruck gekommen bin. Die Lust auf Neues liegt also offenbar in unserer kleinen Familie. In meiner Studienzeit habe ich außerdem meine Wohngemeinschaften zwölfmal gewechselt, war also so was wie ein kleiner Zigeuner. (lacht)

GL: Sind Sie eine Globetrotterin?
Auf jeden Fall. Mich fasziniert es, fremde Länder und Kulturen zu entdecken, das macht mir irrsinnig viel Spaß. Wenn ich reise, dann möchte ich wirklich sehen, wie die Menschen in den unterschiedlichen Ländern wohnen, möchte in deren Kultur und Lebensweise eintauchen. Wenn mir das gelingt, bin ich glücklich!

GL: Wie definieren Sie als Globetrotterin Heimat?
Heimat ist dort, wo man Freundschaften hat. Wo man ein Sicherheitsnetz hat und man sich geborgen fühlen kann. Wo man sich verstanden fühlt. Mir ist es nicht so wichtig, Heimat als Ort zu definieren. Ich habe Freunde in Wien und in Tirol und fühle mich da und dort heimelig.

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